19. April 2017: Raiffeisen: Börse – täglich aktuel

DER TAG | Etwas leichter erwartet ……

Die Schweizer Börse dürfte heute auf Basis vorbörslicher Indikationen leichter eröffnen, während Marktteilnehmer mit einer Seitwärtsbewegung für den weiteren Handel in Europa rechnen. „Das Kaufinteresse wird zwar nach wie vor von der Unsicherheit vor der Frankreich-Wahl gebremst“, sagt ein Marktteilnehmer, die Positionen seien aber nun erst einmal abgesichert. Übergeordnet dürfte die Stimmung zudem von den günstigen konjunkturellen Aussichten in der Eurozone profitieren. Auf der Agenda steht neben der anlaufenden Berichtssaison das Beige Book am Abend in den USA zur wirtschaftlichen Entwicklung in den Regionen. Händler verweisen darauf, dass die Zinserhöhungserwartung für Juni nun wieder unter 50% gefallen ist.

SCHWEIZ | Deutliches Minus zu Beginn der Woche  

Der Schweizer Aktienmarkt hat die Sitzung vom Dienstag mit deutlichen Verlusten beendet. Nach einem freundlichen Handelsstart fielen die Kurse schnell zurück, wobei sich die Verluste nach der negativen US-Eröffnung am späteren Nachmittag noch etwas akzentuierten. Den ganzen Tag im Fokus standen einmal mehr die Papiere der Credit Suisse (-1.7%), die damit bei den grössten Verlierern waren. Ähnlich schwach schnitten aber auch UBS (-1.6%) ab. Am Tabellenende lag mit Julius Bär (-3.3%, -1.64 CHF) ein weiterer Bankentitel, was hier aber vor allem mit dem Abgang der Dividende (1.20 CHF) zu erklären war.

GLOBAL | Politik dominiert und belastet Aktien  

An der Wall Street stand gestern die Politik im Fokus. Zum einen lasteten weiter die Sorgen wegen der verschärften Rhetorik im Streit zwischen Amerika und Nordkorea auf den Kursen. Zum zweiten drückten die Aussichten auf die französische Präsidentschaftswahl. An den Börsen herrscht Angst, dass die beiden radikalen Kandidaten von rechts und links, Marine Le Pen und Jean-Luc Melenchon, als Sieger aus der ersten Runde hervorgehen könnten. Und als ob das nicht genug gewesen wäre, befeuerte US-Finanzminister Steven Mnuchin die Angst vor einer „Grenzsteuer“, die zuletzt etwas in den Hintergrund getreten war. Diese Massnahme wäre verheerend für importabhängige US-Unternehmen.

 

Quelle: AdvisorWorld.ch