BlackRock Flash: Europäische Aktien profitieren 2017 von reflationärem Umfeld

Was letzte Woche geschah: Der US-Dollar verlor durch Äusserungen der US-Regierung an Wert. Industrieländeraktien fielen leicht, während Schwellenländeraktien unverändert blieben. In der Eurozone deutet der Makrozahlenkranz weiterhin auf ein sich verbesserndes Wachstum hin und in den USA blieb das Stellenwachstum solide…

 

Markteinschätzungen von Stephan Meschenmoser vom BlackRock Solutions Team


Die amerikanische Zentralbank liess die Leitzinsen unverändert. Drei Viertel der S&P 500 Unternehmen, die bisher die letzten Quartalsgewinne des Jahres 2016 veröffentlichten, übertrafen die Erwartungen – weniger als die Hälfte schlug die Umsatzerwartungen.

Europäische Aktien hoch- & Schwellenländeranleihen abgestuft: Wir stufen europäische Aktien in unserer Einschätzung von ‘neutral’ auf ‘übergewichten’ hoch. Wir sehen diese als Nutzniesser des sich ausweitenden globalen Reflationsumfelds und glauben, dass die Investoren bezüglich des Ausblicks für die Region zu skeptisch sind. In den vergangenen Jahren haben die Unternehmensanalysten im Laufe des Jahres ihre Gewinnerwartungen für Unternehmen nach anfänglichem Optimismus stetig reduziert. Das Jahr 2017 scheint anders zu verlaufen: Die Gewinnerwartungen wurden nach oben korrigiert. Wir erwarten, dass europäische Aktien besonders in diesem Jahr von einem reflationären Umfeld profitieren sollten. Die Gewinne europäischer Unternehmen reagierten in der Vergangenheit stärker auf positive Wachstumsüberraschungen als US-Unternehmen, was teils auf tiefere Margen und eine höhere internationale Exponierung zurückzuführen ist. Neben der Hochstufung europäischer Aktien haben wir Schwellenländeranleihen und asiatische Anleihen von ‘übergewichten’ auf ‘neutral’ herabgestuft. Langfristig sehen wir Potential in Schwellenländeranleihen, doch das momentane Bewertungsniveau lässt uns aktuell vorsichtiger werden.

Was diese Woche ansteht: Etwa 20% der Mitglieder des Euro Stoxx Indexes werden diese Woche ihre Ergebnisse publizieren. Die Resultate sollten den Investoren Auskunft hinsichtlich des zyklischen Wachstumsthemas geben und über den Umgang mit steigenden Betriebskosten geben.

„Wir stufen europäische Aktien in unserer Einschätzung von ‘neutral’ auf ‘übergewichtet’ hoch. Wir sehen diese als Nutzniesser des sich ausweitenden globalen Reflationsumfelds und glauben, dass die Investoren bezüglich des Ausblicks für die Region zu skeptisch sind.“

Quelle: AdvisorWorld.ch