BlackRock Flash: Risikoaufschläge auf französischen und italienischen Staatsanleihen auf Mehrjahreshoch

Was letzte Woche geschah: Einige populäre Marktpositionen scheinen aufgrund der politischen Unsicherheit teilweise aufgelöst worden zu sein – Schwellenländeranlagen entwickelten sich besser und US-Substanzaktien schlechter als der Markt; die Zinsen von US-Staatsanleihen fielen….

 

Markteinschätzungen von Stephan Meschenmoser vom BlackRock Solutions Team


Politische Unsicherheiten hatten auch einen Einfluss auf die europäischen Zinsmärkte. Die Risikoaufschläge auf französischen und italienischen relativ zu deutschen Staatsanleihen sind auf ein Mehrjahreshoch gestiegen.

US-Steuerreformen: Unsere Präferenz für vom Reflationstrend profitierende Anlagen hängt nicht von US-Unternehmenssteuerreformen ab. Allerdings haben solche Reformen das Potenzial, diesen Trend weiter zu verstärken. Beispielsweise könnten Unternehmen mit geringer Marktkapitalisierung – die typischerweise von einem Umfeld steigender Zinsen profitieren – zusätzlich und überproportional von Steuererleichterungen einen Nutzen tragen, da diese aktuell höher besteuert werden. Momentan sind die Pläne für die Steuerreform noch ungewiss und wir sehen Potenzial für eine erhöhte Marktvolatilität über die kommenden Monate – solange, bis mehr Klarheit über die Reformen herrscht.

Was diese Woche ansteht: Die Märkte werden wohl auf Signale von Janet Yellen, Präsidentin der amerikanischen Zentralbank (FED), bezüglich einer US-Leitzinserhöhung im März reagieren. Wir denken, dass die Märkte die Wahrscheinlichkeit einer Erhöhung möglicherweise als zu tief einschätzen.

„ Wir denken, dass die Märkte die Wahrscheinlichkeit einer US-Leitzinserhöhung durch die FED im März möglicherweise als zu tief einschätzen.“

Quelle: AdvisorWorld.ch