Mitchem Kristi BMO Global AM

BMO GAM fordert von Anlegern, systemische Nachhaltigkeitsfragen anzugehen

BMO GAM feiert 2020 bereits 20 Jahre Engagement. In einem neuen Bericht wird die Erfolgsbilanz der letzten zwei Jahrzehnte gezogen und die Aussichten für die Engagement-Aktivitäten der kommenden Jahre skizziert.

Kristi Mitchem, CEO bei BMO Global Asset Management


Im Laufe der Zeit hat sich das Engagement von BMO GAM zunehmend auf messbaren sozialen und ökologischen Impact konzentriert, wobei drei Viertel (72%) der derzeitigen Engagement-Aktivitäten von BMO GAM nun mit den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) übereinstimmen. Die verbleibenden 28% konzentrieren sich auf Corporate Governance, welches BMO GAM als wesentlichen Baustein einer nachhaltigeren Wirtschaft betrachtet.

Höhepunkte des Engagements

Zu den Höhepunkten der letzten zwei Jahrzehnte zählen:

Engagement-Aktivitäten in Unternehmen in verschiedenen Regionen: BMO GAM hat Engagement in 87 Ländern betrieben
Umfassendes Engagement auf Unternehmensebene: 5’588 Unternehmen waren Ziel von BMO GAM’s Engagement-Aktivitäten
ESG in die Strategie integriert: 47% des Engagements bezog sich auf Vorstands- oder Geschäftsführungsebene
Erzielen positiver Ergebnisse: 3’763 Fälle von positiven Veränderungen in Bezug auf die ESG-Praxis

Der Banken-, Erdöl- und Gassektor sowie der Detailhandel waren die drei Sektoren, auf die sich die Engagement-Aktivitäten von BMO GAM am stärksten fokussierten. 2’691, 2’067 bzw. 1’313 Engagements zählte der Asset Manager innerhalb jedes Sektors. BP, HSBC Holdings und Tesco waren mit 191, 184 bzw. 177 registrierten Engagements die Unternehmen, welche Ziele der meisten Engagement-Initiativen waren.

Corporate Governance, Klimawandel und Umweltverantwortung dominierten das Engagement von BMO GAM in den letzten 20 Jahren. Mehr als die Hälfte (54%) der erreichten Meilensteine beschäftigen sich mit Corporate Governance-Themen, wobei ein Fünftel (18%) der Meilensteine den Klimawandel und ein Zehntel (10%) den Umweltschutz betrafen. Auch Geschäftspraktiken, Arbeitsnormen, Menschenrechte und öffentliche Gesundheit blieben im Einklang mit der Erreichung der SDGs ein Schwerpunkt der Engagement-Aktivitäten.

Alice Evans, Co-Leiterin für verantwortungsbewusstes Investment bei BMO Global Asset Management, sagt: «Es setzt sich zunehmend die Erkenntnis durch, dass neben den finanziellen Erträgen, die natürlich unser Kerngeschäft sind, auch das Handeln – oder Nichthandeln in Sachen Nachhaltigkeit Auswirkungen auf die Bedürfnisse der Welt hat. Engagement ist ein wirksames Instrument, um sicherzustellen, dass diese globalen Bedürfnisse erfüllt werden. Es ist ermutigend, dass wir in den letzten 20 Jahren positive Entwicklungen beobachten konnten: einerseits in Hinblick auf den Engagement-Ansatz der Branche; andererseits in Bezug auf das steigende Bedürfnis der Investoren nach Engagement-basierten Anlagestrategien in den letzten 20 Jahren.

Die globale Finanzkrise war ein Wendepunkt für die Verbesserung von Engagementpraktiken. Die Anleger fragten sich, wie sie schwache Governance-Strukturen und exzessive Risikobereitschaft vermehrt auf den Prüfstand stellen konnten. Dies veranlasste die Investoren dazu, ihren Ansatz in Bezug auf Stewardship zu überdenken und eine stärkere Position bei strategischen Unternehmensentscheidungen einzunehmen. Während der Covid-19-Pandemie sehen wir jetzt einen ähnlichen Effekt. Unternehmen, Investoren und Regierungen wollen Lösungen finden, um verantwortungsbewusster aus der Krise hervorzugehen. Engagement wird ein entscheidender Faktor sein, um nach der Pandemie eine ‘grüne Erholung’ herbeizuführen, und wir erwarten, dass die Unternehmen infolgedessen stärker für ihre ESG-Verpflichtungen zur Rechenschaft gezogen werden.»

Engagement erreicht Reife

BMO GAM identifiziert drei Phasen in der Entwicklung von Engagementpraktiken und hat sich bereits im Frühstadium des Engagement mit verantwortungsbewussten Investitionen befasst.

Im Jahr 1984 hat BMO GAM Europas ersten sozial- und umweltorientierten Fonds aufgelegt:

1980 – 2000: frühes Engagement und Aktionärsaktivismus, der weitgehend von missions- und glaubensbasierten Investoren getragen wird;
2000 – 2010: mit der Einführung der Grundsätze für verantwortungsbewusstes Investment wird das Engagement zum Mainstream[1] (United Nations-supported Principles for Responsible Investment initiative, UNPRI);
2010 – 2020: das Engagement erreicht seine Reife mit zunehmenden Beweisen für einen Zusammenhang zwischen ESG-Kriterien und finanzieller Rendite sowie einer beschleunigenden Dynamik aufgrund der globalen nachhaltigen Herausforderungen.

Die nächsten 20 Jahre für das Engagement

BMO GAM prognostiziert für die nächsten zwei Jahrzehnte einen grundlegenden Perspektivwechsel, weg von der Betrachtung von Stewardship als Beziehung zwischen Investoren und einzelnen Unternehmen, hin zu einer ganzheitlicheren Betrachtung der Verantwortung für die Gestaltung des Marktes und der Wirtschaft als Ganzes.

Durchschnittlich 20% des Engagements von BMO GAM erfolgen jedes Jahr im Rahmen von Kooperationsinitiativen. BMO GAM prognostiziert, dass diese Kooperationsinitiativen zunehmen werden, wenn die Arbeit mit einem breiteren Pool von Interessengruppen beginnt, um einen sinnvollen Wandel herbeizuführen.

Kristi Mitchem, CEO bei BMO Global Asset Management, sagt: «Active Ownership hat sich als wertvolles und legitimes Finanzinstrument bewährt. Wir bei BMO betrachten Engagement als entscheidenden Treiber für eine bessere Performance und als Weg zur Schaffung positiver Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft. Für das kommende Jahrzehnt erwarten wir eine Konzentration auf die realen Ergebnisse des Engagements, da wir uns dem Zieldatum 2030 für die Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) nähern.

Damit Investoren systemische Herausforderungen, wie den Klimawandel angehen können, muss der Fokus auf die öffentliche Politik ausgeweitet werden, um Beziehungen zu neuen Interessengruppen, einschliesslich NGOs und akademischen Experten, aufzubauen. Ein kooperativer Ansatz zwischen den Investoren ist der Schlüssel zum Erfolg, sowohl um die Ressourcen für diese Veränderungen zu mobilisieren als auch um mit vereinten Kräften und einheitlicher Stimme aufzutreten.

Durch unser Engagement für verantwortungsbewusstes Investieren sind wir davon überzeugt, unseren Teil zu leisten, dass die Finanzen als positive Kraft wahrgenommen werden.»

BMO GAM hat 20 Nachhaltigkeitsexperten im Team für verantwortungsbewusste Investitionen und verwaltet 4,4 Mrd. [2] USD in ESG-Spezialfonds.


[1] https://www.unpri.org/
[2] Per März 2020
[3] https://www.bmo.com/ir/qtrinfo/1/2020-q2/Q220_CorporateFactSheet.pdf

Quelle: AdvisorWorld.ch