Bakhsi Vicki BMO GAM

BMO GAM klimawandel ist engagement-priorität für 2020

BMO GAM: 2020 ist ein entscheidendes Jahr im Zeichen des Klimawandels.

Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter


Im Vorfeld der UN-Klimakonferenz in Glasgow (COP26) hat BMO Global Asset Management (BMO GAM) sich verpflichtet, das Engagement mit Unternehmen in dieser Frage zu intensivieren. Hauptanliegen der Engagement Aktivitäten von BMO GAM ist, Unternehmen dazu aufzufordern, konkrete Ziele und Strategien zu verabschieden, die mit dem Pariser Abkommen übereinstimmen.

Mit mehr als 20 Jahren Erfahrung im Bereich Engagement und dem Fachwissen eines 17-köpfigen Responsible Investment Teams ist BMO GAM ein führender verantwortungsbewusster Investor und eines der Gründungsmitglieder der Initiative Climate Action 100+. Die Fokussierung auf den Klimawandel ist Teil der umfassenden Engagement-Agenda 2020 von BMO GAM, die auch Themen wie Lebensmittelproduktion, öffentliche Gesundheit und Arbeitsbedingungen umfasst.

Vicki Bakhshi, Director Responsible Investment Team BMO Global Asset Management, unterstreicht: “Die Welt steht vor einer Klimakrise. Seit dem Pariser Abkommen haben wir uns dafür eingesetzt, die globale Erwärmung deutlich unter 2 Grad Celsius zu halten, und wir bemühen uns weiterhin, den Anstieg auf 1,5 Grad zu begrenzen.

Das kommende Jahrzehnt ist dafür absolut entscheidend. Die globalen Emissionen dürfen nicht weiter zunehmen, sondern müssen sich deutlich verringern, damit die Auflagen des Pariser Abkommens eingehalten werden können. Es reicht nicht aus, auf staatliches Eingreifen zu warten – Investoren und Unternehmen müssen die Dinge ehrgeizig und energisch in die Hand nehmen.

Für BMO GAM bedeutet dies, dass wir unseren Einfluss nutzen, um mit den Unternehmen, in die investiert wird, in direkten Austausch zu treten. Wir müssen unseren Kunden die Möglichkeit bieten, in Lösungen zu investieren, und politische Entscheidungsträger zu entschlossenem Handeln ermutigen.”

Für das Jahr 2020 hat BMO GAM eine Reihe von spezifischen Engagement-Schwerpunktthemen in Bezug auf den Klimawandel festgelegt. Diese zielen darauf ab, die langfristige kollektive Wertschöpfung zu unterstützen, einschliesslich der Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs), die 17 Ziele für eine nachhaltigere Welt bis 2030 umfassen.

BMO GAM’s Schwerpunktthemen in 2020 sind:
Ausstieg aus der Kohleindustrie

Kohle ist der CO2-intensivste aller fossilen Brennstoffe. Für die entwickelten Märkte sieht BMO GAM einen Ausstieg aus der uneingeschränkten Kohleproduktion bis 2030 – und für Entwicklungsländer bis 2050 als essenziell für die Erreichung der Pariser Ziele an. Während einige Länder die Kohleverstromung zugunsten saubererer Alternativen auslaufen lassen, wird in anderen Ländern noch neue Infrastruktur für Kohleenergie geschaffen. BMO GAM wird sich bemühen, Unternehmen zu verpflichten, sich für den Ausstieg aus der Kohlenutzung in Übereinstimmung mit den genannten Zeitplänen zu engagieren.

Finanzdienstleister und Klimarisiko

Der Klimawandel birgt ausgeprägte Risiken für die Stabilität des globalen Finanzsystems. BMO GAM wird diesbezüglich mit systemisch wichtigen globalen Finanzinstitutionen zusammenarbeiten. Die ausgewählten Partner sind durch ihre Kredit- und Emissionsportfolios in erheblichem Masse klimawandelbedingten Risiken ausgesetzt. BMO GAM wird sie ermutigen, stärkere Risikominderungsstrategien zu verfolgen und ihr Reporting im Einklang mit der Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) zu betreiben.

Schifftransport

Der Seeverkehr ist derzeit für über 2% der weltweiten Treibhausgasemissionen[1], verantwortlich. Bis 2050 könnte sich dieser Wert sogar mehr als verhundertfachen[2], hauptsächlich wegen des erwarteten Wachstums des globalen Seehandels. BMO GAM wird sich an die Unternehmen dieser Branche wenden, um die Einführung von Investitionsplänen für sauberere Schiffe und Ausrüstungen, Programme zur Emissionsreduzierung, eine bessere Offenlegung der mit dem Klimawandel verbundenen Risiken und eine positive Positionierung der öffentlichen Politik zu fördern.

Nachhaltige Lebensmittelindustrie

Land- und Forstwirtschaft und andere Landnutzungen sind für fast ein Viertel der weltweiten Treibhausgasemissionen[3] verantwortlich, wobei ein Grossteil davon auf das System der Nahrungsmittelproduktion zurückzuführen ist. Die Lebensmittelkette hat auch schwerwiegende Auswirkungen auf unsere Umwelt, die über den Klimawandel hinaus gehen.

BMO GAM wird versuchen, Veränderungen bei einigen der weltweit grössten Lebensmittelproduzenten, -händlern und -einzelhändlern voranzutreiben, damit sie die wachsende Nachfrage nach Lebensmitteln befriedigen, gleichzeitig die Umweltzerstörung aufhalten und die Treibhausgasemissionen eindämmen können. BMO GAM wird sich auch mit den Lebensmitteleinzelhändlern zusammensetzen, um Fragen im Zusammenhang mit dem Lebensmittelkonsum, einschliesslich Vermarktung und Entsorgung, anzugehen.

Engagement mit strategisch wichtigen Unternehmen mit hohen Emissionen

BMO GAM wird weiterhin eine Reihe von Engagements mit Unternehmen im Rahmen von Climate Action 100+, einer globalen Fünf-Jahres-Investoreninitiative, anführen. Die Initiative richtet sich an die weltweit grössten Treibhausgas-Emittenten und fordert sie auf, emissionsarme Geschäftsstrategien zu entwickeln und die klimabezogene Unternehmensführung sowie die finanzielle Transparenz zu stärken. BMO GAM steht im Dialog mit Unternehmen aus Sektoren wie der Automobilindustrie, der Versorgungswirtschaft, der Öl- und Gas- sowie der Stahlproduktion.

Neben dem Klimawandel betreibt das Responsible Investment Team von BMO GAM weiterhin Engagement mit Unternehmen in einer Vielzahl von Projekten, die mit der Erreichung der UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung verbunden sind. Dabei entwickelt BMO GAM Fondsstrategien, die es den Kunden ermöglichen, durch eigene Investitionen zur Erreichung dieser Ziele beizutragen. Zu den weiteren Schwerpunkten für das Jahr 2020 gehören eine verantwortungsvolle Preisgestaltung für Arzneimittel, die Festlegung eines angemessenen existenzsichernden Lohns und der Kampf gegen Antibiotika-Resistenzen.


[1] Quelle: Third International Maritime Organisation (IMO) Greenhouse Gas Study 2014

[2] IMO

[3] IPCC Special Report on Climate Change and Land, 2019

Quelle: AdvisorWorld.ch