Carmignac’s Note : Anlagestrategie Dezember 2016

Devisen Der Dollar war im November der große Gewinner auf dem Währungsmarkt. Die Erwartung eines Zusammenspiels zwischen expansionistischer Fiskalpolitik und Normalisierung der amerikanischen Geldpolitik hat zur starken Aufwertung des US-Dollars beigetragen…….  

 

Carmignac’s Note -Dezember  2016

Von Didier Saint-Georges Mitglied des Investmentkomitees Managing Director


Die Schwellenländerwährungen hatten unter dieser Entwicklung zu leiden, ohne dass es insgesamt zu Panikreaktionen gekommen wäre. Die beiden Schwellenländerwährungen, die am stärksten unter Druck standen, sind der mexikanische Peso und die türkische Lira, allerdings aus sehr unterschiedlichen Gründen. Die türkische Lira leidet unter schwachen Fundamentaldaten, während der mexikanische Peso als Absicherungsinstrument für weltweite Anleger angesichts der von Donald Trump hervorgerufenen Unsicherheiten fungiert. Dies rechtfertigt einen aktiven und selektiven Ansatz im Währungsbereich. Deshalb haben wir unser Exposure im Dollar erhöht und unsere Positionen in Schwellenländerwährungen und im Yen abgesichert.

Anleihen

Die Zinssätze waren die Hauptopfer der möglicherweise expansionistischerer Haushaltspolitiken. Die erwartete Reflation hat sich in einem deutlichen Anstieg der Break-even-Inflation und der Renditen auf Staatsanleihen niedergeschlagen. Die aus den USA stammenden Spannungen haben sich über den Rest der Welt ausgeweitet, auch in die Eurozone – trotz des Anleihenkaufprogramms der EZB. Nur Japan blieb wegen seiner neuen Politik der Festschreibung der 10-jährigen Zinsen bei 0 Prozent verschont. Dank der allgemeinen Reduzierung unserer modifizierten Duration konnten wir diese Korrektur bei Anleihen überstehen, ohne Schaden zu nehmen. Vor allem unsere Verkaufspositionen auf amerikanische Staatsanleihen haben ihre Funktion bei der Verwaltung des Gesamtrisikos im Portfolioaufbau voll und ganz erfüllt.

Aktien

Die scheinbare Stabilität der weltweiten Aktienindizes im November hat die tiefgreifenden sektoriellen und geografischen Divergenzen verschleiert. Japan und die USA verzeichneten starke Gewinne, während die Schwellenländermärkte eine deutliche Korrektur durchmachten. Auch die zyklischen und unterbewerteten Sektoren legten kräftig zu, während zinssensible Sektoren negative Wertentwicklungen verzeichneten. Die Aufstockung unserer Energiewerte und die Aufnahme von Zementunternehmen im Laufe des Sommers haben uns ermöglicht, mit einem ausgewogenen Portfolio in diese Phase zu gehen. Wir haben zudem im Laufe des Monats selektiv unser Exposure in zyklischen und unterbewerteten Unternehmen erhöht. So haben wir in die amerikanischen Erdöldienstleister Schlumberger und Halliburton investiert, da diese Konzerne in vollem Umfang von der Deregulierung profitieren dürften, die der designierte Präsident Donald Trump ungeachtet der Konjunktur der Ölindustrie umsetzen will. Wir haben außerdem Positionen in den japanischen Banken Mizou, Sumitomo Mitsu und Mitsubishi UFG aufgebaut. Denn bei einer Bewertung von weniger als dem 0,6-fachen des Reinvermögens bieten diese Banken die Chance, zu einem sehr günstigen Preis von der Reflationsthematik zu profitieren.

Rohstoffe

Der Carmignac Portfolio Commodities erzielte im November eine positive Performance. Dem Fonds gelang es zudem, am starken Anstieg des Rohstoffsektors teilzuhaben, ohne dabei seine Fokussierung auf hochwertige Unternehmen aufzugeben, die auch auf lange Sicht eine gute Performance erzielen können. Daher haben wir im Monatsverlauf das Unternehmen DSM in den Fonds aufgenommen, ein multinationales niederländisches Unternehmen, das aus unserer Sicht eine solide Position im Bereich Nahrungsergänzungsmittel hat.

Dachfonds

Unsere Dachfonds verzeichneten im November ebenso eine positive Performance. Unsere Derivatestrategien, die das zugrundeliegende zyklische Exposure unserer Fonds verstärken sollten, haben uns insbesondere ermöglicht, am Aufschwung der Märkte seit der Wahl Donald Trumps teilzuhaben

 

Quelle:  AdvisorWorld.ch