CHF und JPY niedriger, da sich die Anleger auf als sicherer Hafen geltende Anlagen stürzten

Der US-Dollar legte am Dienstag weiter zu, da die Händler darauf setzen, dass die Federal Reserve ihren Straffungszyklus vor Jahresende wieder aufnehmen wird.


Swissquote Europe Ltd


Der Greenback weitete seine Gewinne gegenüber den meisten seiner Mitbewerber aus, da der Dollar-Index  in Tokio 0,20% auf 95,76 kletterte. Im G10-Komplex war der japanische Yen der schlechteste Performer, da der USD/JPY 0,35% auf 102,25 angestiegen ist, obwohl die Wirtschaftsdaten unerwartet stark ausgefallen waren.

Die japanische Arbeitslosenquote ist auf ein 21-Jahrestief gefallen und erreichte im Juli 3%, im Vormonat war sie bei 3,1% gelegen. 200.000 Menschen wurden im Juli eingestellt und die Anzahl der Arbeitslosen fiel um 70.000, da die gesamte Arbeitskraft um 130.000 angestiegen ist. Der Einzelhandelsumsatz ist im Juli um 1,4% im Monatsvergleich gestiegen und übertraf die Erwartungen von 0,8% und die nach oben revidierte Zahl von 0,3% im Vormonat. Im Jahresvergleich ist der Einzelhandelsumsatz jedoch 0,2% gefallen, während der Markt eine Schrumpfung von 0,9% erwartet hatte. Zu Beginn  ist der USD/JPY auf 101,76 gefallen, bevor er sich auf 102,25 erholt hat, da die Händler die positiven Nachrichten diskontierten, um sich auf die steigende Wahrscheinlichkeit von weiteren monetären Anreizen von der Bank of Japan vorzubereiten.

In der Schweiz stieg der USD/CHF weiter in Richtung 0,9950, da sich die Händler wieder riskanteren Anlagen zuwandten und ihre CHF-Long-Positionen verkauften. Der Dollar legt derweil eine Verschnaufpause bei rund CHF 0,98 ein, knapp unter dem 0,9850er Widerstandsniveau (Multihoch). Weiter oben findet sich ein Schlüsselwiderstand bei 0,9950 (Hoch vom 27. Juli), während auf der Unterseite eine Unterstützung bei 0,9650, dann bei 0,9537 (Tief vom 18. August) ausgemacht werden kann.

Die Edelmetalle bewegten sich weiter nach Süden, da die Anleger die sicheren Häfen abgaben und wieder Aktien kauften. Gold verlor 0,20% auf $ 1,320.75, und Silber gab 1% auf 18,70 $ ab. Palladium und Platin fielen jeweils um  0,26% und 0,29% zurück. An den Aktienmärkten waren die meisten regionalen asiatischen Märkte im positiven Bereich, mit Ausnahme der japanischen Aktien, die um 0,07% nachgaben. In China verbesserten sich der Shanghai und Shenzhen Composite um jeweils 0,10% und 0,13%. In Hong Kong stieg der Hang Seng 0,86%. In Europa notieren die Aktien-Futures größtenteils höher, mit Ausnahme des Footsie, der mit 0,26% im Minus ist.

Heute warten die Trader auf den CPI-Bericht aus Spanien und Deutschland; die Einzelhandelsumsätze aus Italien; die Hypothekengenehmigungen aus dem Vereinigten Königreich; das Verbrauchervertrauen der Eurozone und den USA; und stellvertretender Fed-Vorsitzender Fischer wird eine Rede halten.

Quelle: AdvisorWorld.ch