Degroff Petercam : Bei der Suche nach Rendite bleiben börsenkotierte Immobilien erste Wahl

Die Dividendenrendite abzüglich des risikofreien Zinses befindet sich bei börsenkotierten Immobilien in Europa mit etwa 3 Prozentpunkten auf einem 4-Jahres-Hoch..


Ein Renditeanstieg an den Rentenmärkten kann Immobilienaktien kurzfristig zwar belasten, neutralisiert sich aber mittel- bis langfristig

Marktrücksetzer bei europäischen Immobilienaktien sollten zur Aufstockung von bestehenden Positionen genutzt werden

DPAM Invest B Real Estate Europe Dividend bei den Thomson Reuters Lipper Fund Awards Switzerland als bester Immobilienaktienfonds im 3-Jahres-Zeitraum ausgezeichnet

EPRA schlägt Euro Stoxx 50

Europäische Immobilienaktien haben sich seit 2011 mit einem durchschnittlichen jährlichen Return von 14 Prozent deutlich renditestärker als der europäische Gesamtaktienmarkt gezeigt. Der Euro Stoxx 50 legte in diesem Zeitraum nur um 9 Prozent jährlich zu. Zuletzt hatte sich die Überlegenheit von Immobilienaktien jedoch etwas eingetrübt. Während der die europäische Landschaft börsennotierter Immobilienunternehmen abbildende EPRA Index im August 2016 noch eine signifikante Outperformance von 17 Prozent gegenüber dem Euro Stoxx 50 verzeichnete, ist das Polster bis zum Jahresende 2016 auf zwei Prozent Überrendite zusammengeschrumpft. Hauptauslöser hierfür war der Renditeanstieg an den Rentenmärkten in Folge der Erwartungen an wieder steigende längerfristige Marktzinsen.

„Anleger sollten sich davon nicht abschrecken lassen, sondern im europäischen Aktienmarkt weiterhin gezielt auf hochwertige Immobilienaktien setzen, und zwar sowohl aus Performance- als auch Diversifikationsgründen“, sagt Olivier Hertoghe, Manager des DPAM INVEST B Real Estate Europe Dividend. „Die Risikoprämie börsenkotierter Immobilien aus Europa ist noch immer attraktiv. Die Dividendenrendite abzüglich des risikofreien Zinses befindet sich aktuell mit etwa 3 Prozentpunkten auf einem 4-Jahres-Hoch. Ausserdem zeigen historische Daten, dass es keine klare Korrelation zwischen der Entwicklung börsengelisteter Immobilien und dem Rentenmarkt gibt“, ergänzt der Immobilienexperte beim belgischen Vermögensverwalter Degroof Petercam Asset Management.

Mittelfristig kaum Korrelationen erkennbar

Während bei steigenden Anleiherenditen kurzfristig in der Regel Kursverluste bei Immobilienaktien zu beobachten sind, verflüchtigen sich diese Effekte umso mehr, je länger der betrachtete Zeitraum ist. Untersuchungen im Markt für US-REITs zeigen, dass sich schon bei einem mittleren Zeithorizont die Korrelation zwischen Anleiherenditen und der Entwicklung von REITs bei null einpendelt. „Das Korrelationsverhalten von Immobilienaktien im kurz- bzw. mittel- bis langfristigen Bereich bietet sich dazu an, temporäre Marktrücksetzer für den Auf- und Ausbau von Positionen zu nutzen“, betont das Portfoliomanagementteam von europäischen Immobilienaktien bei Degroof Petercam Asset Managment.

High Conviction erntet Früchte

Während börsenkotierte Immobilien aktuell durchschnittlich mit hohen einstelligen Abschlägen auf ihren inneren Wert gehandelt werden, bleibt Fondsmanager Hertoghe gelassen: „Wir konzentrieren uns beim Stock-Picking grundsätzlich auf überdurchschnittliche Wachstumsraten bei Cashflows und Nettoinventarwerten. Wenn uns das Management überzeugt und die Umsetzung der Strategie planmäßig ist, lassen wir uns von Kursabschlägen nicht verunsichern“.

Für seine überdurchschnittlichen Ergebnisse im 3-Jahres-Zeitraum wurde der von Olivier Hertoghe gemanagte DPAM Invest B Real Estate Europe Dividend kürzlich bei der Verleihung der Thomson Reuters Lipper Fund Awards Switzerland in Zürich als bester Immobilienaktienfonds ausgezeichnet.

Brexit belastet, wirkt aber schwächer als erwartet

Der Bewertungsabschlag britischer Immobilienaktien liegt aktuell durchschnittlich zwischen 20 und 25 Prozent. Wenngleich diese Zahlen im Vergleich zu den Abschlägen kontinentaleuropäischer Immobilienaktien sehr hoch erscheinen, liegen sie dennoch unterhalb der Erwartungen der Marktteilnehmer zum Zeitpunkt des britischen Referendums.

Während in Grossbritannien der bevorstehende Brexit einen Haupteinfluss auf die dortigen Immobilienmärkte ausübt, sind in den Ländern der Eurozone eher die wirtschaftlichen Wachstumsraten und das niedrige Zinsniveau die entscheidenden Kriterien. „Selbst wenn die Renditen an den Rentenmärkten leicht steigen sollten sind wir der Meinung, dass börsenkotierte Immobilien bei Investoren erste Wahl bleiben werden. Denn die alles entscheidende Risikoprämie, also der Abstand zwischen den Immobilienrenditen und den Finanzierungskosten, befindet sich auf einem historischen Hoch“, resümiert Olivier Hertoghe.

Quelle:  AdvisorWorld.ch