Devisenmarkt tritt auf der Stelle, Aktienrallye verliert an Dampf

Es war am Devisenmarkt ein ruhiger Start in die Woche, da die Hauptwährungspaare sich nur wenig verändert zeigten. Der US-Dollar hat gegenüber den meisten G10-Währungen an Boden verloren…..


Swissquote Europe Ltd


 

Der japanische Yen zeigte die beste Performance, da er gegenüber dem Greenback fast 0,20% auf 100,80 stieg. Über den Atlantik hinweg atmete das Pfund Sterling durch, nachdem es in den letzten drei Woche fast 4% von 1,3445 auf 1,2915 gefallen ist. Am Montag konsolidierte der GBP/USD um 1,2975.

Auch wenn wir nicht erwartet haben, dass das Vereinigte Königreich vor 2017 Artikel 50 auslösen wird, so gehen wir doch davon aus, dass die Märkte in Bezug auf die GBP-Positionen vorsichtig bleiben werden. Die Tendenz bleibt daher nach unten und eine erste Unterstützung sehen wir bei 1,2866 (Tief von 15. August) und dann bei 1,2798 (Tief vom 6. Juli).

Jetzt, wo die Federal Reserve klar gemacht hat, dass sie bis mindestens Ende des Jahres abwarten wird, tun wir uns schwer, zu denken, dass der Greenback auch etwas an Boden gutmachen könnte, vor allem da wir nicht davon ausgegangen sind, dass die anstehenden US-Daten positive Prognosen anzeigen. Diese Woche steht eine neue Reihe an US-Daten an und wir können zumindest sagen, dass der Markt nicht sehr optimistisch ist, wenn wir uns die Prognosen ansehen. Das persönliche Einkommen wird im August bei 0,2% im Monatsvergleich erwartet gegenüber 0,4% im Juli, die Bestellungen der langlebigen Güter soll im August 1,5% im Monatsvergleich gefallen sein gegenüber einer Expanison im Vormonat und die persönlichen Ausgaben sollten bei 0,1% im Monatsvergleich gegenüber 0,3% im Vormonat liegen.

 

Schließlich sollte die dritte Schätzung des zweiten Quartals BIP eine Verbesserung von 1,3% zeigen, gegenüber 1,1%. Auch wenn Mario Draghi eine Rede vor dem Europäischen Parlament hält, denken wir, dass der EUR/USD in erster Linie durch die Veröffentlichung der US-Daten und den anstehenden Reden von Fed-Mitgliedern beeinflusst werden wird. In Asien handelte die Einheitswährung nahezu unverändert bei etwa 1,1230, wobei die Tendenz auf der Oberseite liegt.

Nachdem die Rohölpreise am Freitag um 5% nachgegeben hatten, stabilisieren sie sich am heutigen Montag. Das WTI notiert um 44,85 $ pro Barrel, und das Brent-Rohöl reichte 46,35 $. Die Notierungen unterliegen weiterhin Spekulationen über eine mögliche Produktionsbegrenzung durch die OPEC- und die Nicht-OPEC-Mitglieder. Die Wahrscheinlichkeit einer Vereinbarung war noch nie so hoch wie jetzt, da Saudi-Arabien sagte, dass es einer Produktionsbeschränkung zustimmen würde, wenn dies andere Länder auch tun würden. Allerdings scheint es, dass nach Monaten der erfolglosen Versuche der Markt den Glauben an ein positives Ergebnis verloren hat. Das Risiko liegt aber auf jeden Fall auf der Oberseite, da eine überraschende Vereinbarung eine massive Rallye auslösen würde.

Heute warten die Händler auf die IFO-Umfrage aus Deutschland; die Einzelhandelsumsätze aus Italien; der Rede von EZB-Coeuré in Rom; die Leistungsbilanz und die FDI aus Brasilien; den Fed Dallas-Index, die Verkäufe neuer Eigenheime aus den USA; und Fed-Kaplan wird auch sprechen.

 

Quelle: AdvisorWorld.ch