JPY-Abwertung hält an, NZD hält sich

Der japanische Yen ist in Tokio weiter abgerutscht, nachdem Daten zeigten, dass die japanische Industrieproduktion sich im Juli unverändert zeigte und weitgehend hinter den Durchschnittsprognosen zurückblieb….


Swissquote Europe Ltd


Nachdem der durch das Hoch vom 2. August implizierte Widerstand bei 102,83 durchbrochen wurde, konnte der USD/JPY sich über dem Widerstand halten, da er Gewinne um ca. 1,0315 konsolidierte. Die japanische Industrieproduktion war im Juli unverändert und blieb deutlich unter den Prognosen von +0,8% im Monatsvergleich und dem alten Wert von +2,3% im Monatsvergleich zurück. Im Jahresvergleich ging die Industrieproduktion 3,8% zurück während der Markt auf eine Zahl in der Nähe von -3,0% gehofft hatte. Es sieht nach einem enttäuschenden Start ins dritte Quartal aus; sieht man sich jedoch die Details an, so lagen die schwachen Zahlen vom Juli weitgehend an der starken Kontraktion bei den Beständen, was sowohl ein gutes als auch ein schlechtes Zeichen sein könnte. In den letzten paar Monaten war der Devisenmarkt jedoch fast unempfindlich auf die Wirtschaftsdaten aus Japan, da der USD/JPY exklusiv durch die Ankündigungen der Zentralbanken (BoJ und Fed) und durch die Marktstimmung (Risikobereitschaft/Risikoscheu) gesteuert wurde. Wir gehen davon aus, dass der Dollar weiter zulegt, da die Marktteilnehmer schrittweise eine Zinserhöhung aus den USA einpreisen werden.


Der südkoreanische Won ist gegenüber dem Greenback am Mittwoch 0,45% gestiegen, nachdem die Zahlen für die Industrieproduktion stark ausgefallen waren. Die Industrieproduktion ist im Juli 1,6% im Jahresvergleich gestiegen und übertraf die Schätzungen von 0,4% und den Wert vom Vormonat von 0,8%. Der USD/KRW fiel 0,35% auf 1.114,8.

In Neuseeland konnte der Kiwi seine Gewinne ausbauen, da die Umfrage zum Wirtschaftsvertrauen darauf hindeutet, dass die Wirtschaft floriert. Der Vertrauensindex gab im August leicht auf 15,5 nach, von 16 im Juli, damit ist er deutlich über seinem 12-Monatsdurchschnitt (derzeit 6,6). Der NZD/USD stieg zunächst auf 0,7254, bevor auf 0,7230 nachgab, nachdem die USD-Bullen zurückkamen. Auch die Story zur Fed-Straffung wird einer der Haupttreiber sein und sollte eine erhebliche Belastung für das Währungspaar sein.

Am Aktienmarkt profitierten die japanischen Aktien von der deutlichen Abwertung des Yen. Der breitere Topix-Index stieg um 1,27%, und der Nikkei gewann 0,97%. Die Aktien des chinesischen Festlands weisen ebenfalls Gewinne auf. Der CSI 300 war um 0,34% besser. In Hongkong war der Hang Seng
mit 0,26% im Minus, und der Taiex in Taiwan rutschte um 0,46% ab. In Europa notieren die Aktien-Futures
schwächer und weisen auf eine niedrigere Eröffnung hin.

Heute warten die Händler auf das BIP von Dänemark;  die Handelsbilanz aus der Türkei; die Arbeitslosigkeitszahlen aus Deutschland; das BIP aus Norwegen; den CPI aus der Eurozone und Italien; die MBA Hypothekenanträge, den ADP, den Chicagoer Einkaufsmanager, die US-Rohölvorräte, die anstehenden Immobilienverkäufe; die Zinsentscheidung, den primären Haushaltssaldo und das BIP aus Brasilien.

Quelle: AdvisorWorld.ch