Sheikh Talib Jupiter AM

Jupiter AM: Covid-Staatshilfen für eine schöne neue – und vor allem „grünere“ – Welt

Jupiter AM: War die Pandemie ein einmaliges Schockereignis?

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von Talib Sheikh (photo) , Head of Strategy, Multi-Asset, sowie Mark Richards, Stratege und Matthew Morgan, Investment Director im Multi-Asset-Team bei Jupiter AM


Werden sich die Trends aus der Zeit vor der Pandemie wieder durchsetzen – oder könnte die Krise einen grösseren Umbruch herbeiführen, ähnlich wie Roosevelts New Deal in den 1930er Jahren? Unseres Erachtens könnte eine auf einen nachhaltigen Neustart der Wirtschaft fokussierte Geld- und Fiskalpolitik die Welt zu einem anderen Ort machen, als viele erwarten.

Investoren bezeichnen den Marktcrash des ersten Quartals 2020 gerne als „exogenes“ Ereignis oder „schwarzen Schwan“ – womit vielleicht gemeint ist, dass zumindest dieses Mal niemand schuld ist. Viele von uns können sich noch daran erinnern, mit wie viel Schmach die Finanzbranche nach der Krise von 2007/08 überhäuft wurde, nicht ohne Grund. Die globale Finanzkrise hatte eine ausgeprägt disinflationäre Wirkung: In Verbindung mit alternden Bevölkerungen und der Globalisierung führten der Schuldenüberhang, die Sparpolitik und die Reform des Bankensystems zu zehn Jahren niedriger Produktivitäts-, Wachstums- und Inflationsraten – trotz Nullzinsen und quantitativer Lockerung (QE).

Der Vergleich mit der Covid-Krise mag sich aufdrängen. Viele dieser Trends haben sich verstärkt: Die weltweite Verschuldung hat zugenommen, Nachfrage und Produktion sind eingebrochen und die Arbeitslosigkeit dürfte erhöht bleiben. Warum sollten sich die alten Gegebenheiten nicht wieder durchsetzen, wenn die Welt zu einer neuen Normalität zurückkehrt?

Quelle: AdvisorWorld.ch