Laut einer neuen Studie von Lyxor erzielten aktive Manager im zweiten Quartal eine bessere Wertentwicklung

55% der aktiven Manager übertrafen im zweiten Quartal ihre Benchmarks….

Marlene Hassine, Leiterin des ETF Research bei Lyxor


Aktienmanager lieferten einen entscheidenden Beitrag

Fixed-Income-Manager taten sich im Gegensatz zum Trend im ersten Quartal schwerer

Aus der aktuellen Studie von Lyxor Asset Management über die Performance aktiver Manager geht hervor, dass 55% dieser Manager ihre Benchmarks im zweiten Quartal 2017 übertrafen. Das ist eine deutliche Verbesserung gegenüber den Ergebnissen zum Ende des letzten Jahres, in dem nur 28% besser abschnitten, und liegt auch über den 52% vom ersten Quartal. Zunächst wurde ein jährlicher Bericht veröffentlicht. Mittlerweile überwacht Lyxor Research die Wertentwicklung von 3.871 aktiven Fonds mit Domizil in Europa (die ein Vermögen von 1.300 Milliarden EUR verwalten) auf vierteljährlicher Basis. Aktive Aktienmanager lieferten einen entscheidenden Beitrag zur verbesserten Wertentwicklung, denn im zweiten Quartal gelang es 63% von ihnen, ihre Benchmarks zu schlagen. Dabei kamen ihnen die günstigere Wirtschaftslage und eine immer noch lockere Geldpolitik der Zentralbanken zugute. Die grössten Veränderungen waren bei Managern europäischer Large- und Mid-Caps, globaler Aktien und britischer Aktien zu verzeichnen.

In Europa war die Performance der aktiven Manager sehr eng mit der besseren Entwicklung des niedrigen Beta-Faktors verbunden. Im Gegensatz zu 2016 war ihre defensive Ausrichtung diesmal von Erfolg gekrönt. Zudem erholten sich europäische Small-Caps im vergangenen Quartal kräftig. Sie setzten damit einen Trend fort, den bereits die letzte Lyxor-Studie festhielt: Tendenziell ist ein aktives Management in weniger liquiden Marktsegmenten immer noch effizienter. 73% der globalen Aktienmanager, von denen die meisten stärker auf Europa als auf die USA setzten und auf eine Absicherung ihres Währungsrisikos verzichteten, wurden durch die Abwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro unterstützt.

Im Gegensatz hierzu belastete das anhaltende Niedrigzinsumfeld die Fixed-Income-Manager. Nur 35% von ihnen konnten im zweiten Quartal eine überdurchschnittliche Wertentwicklung erzielen. Das ist eine Trendwende gegenüber den 53%, denen dies den Beobachtungen von Lyxor zufolge in den ersten drei Monaten des Jahres gelang. Hochzinsanleihen in Euro und Schwellenländeranleihen erwiesen sich als das härteste Pflaster.

„Unsere Ergebnisse zeigen, wie wichtig die Fondsauswahl ist. Es kann entscheidend sein zu wissen, wo es sich lohnt, auf die Kompetenz eines aktiven Managers zu setzen, und wo eine kostengünstige Passivstrategie vorzuziehen ist. Unsere Studie kann Anlegern tatsächlich dabei helfen, die richtige Wahl zu treffen“, so Marlene Hassine, Leiterin des ETF Research bei Lyxor.

Um Anleger bei der Zusammenstellung besserer Portfolios zu unterstützen, hat Lyxor ein quantitatives Modell zur Überwachung von Markttrends entwickelt, das eine dynamische faktorbasierte Allokation ermöglicht. Dieses Modell ist auch in den Fondsauswahlprozess von Lyxor eingebunden.

Quelle: AdvisorWorld