Legg Mason Global Investment Survey : Fast ein drittel der schweizerinnen und Schweizer ohne ersparnisse

Frauen investieren weniger risikofreudig und weniger aggressiv als Männer.. …


Investoren treffen Anlageentscheide kaum nur nach objektiven Gesichtspunkten. Der Vermögensverwalter Legg Mason hat untersucht, welche Faktoren das Anlegerverhalten beeinflussen. Befragt wurden 15’300 Personen weltweit, davon 900 in der Schweiz. Offenbar spielen das Alter und das Geschlecht bei der Finanzplanung von Herr und Frau Schweizer eine entscheidende Rolle. Und: viele Schweizer haben nichts auf der hohen Kante.

«Faktoren wie Alter, Umfeld und Geschlecht beeinflussen das Anlegerverhalten massgeblich. Entsprechend unterschiedlich sind die Art, der Umfang und die geografische Ausrichtung der getätigten Investitionen», erklärt Christian Zeitler, Country Head von Legg Mason in der Schweiz.

«Auch zeigt sich, dass Millennials substantiell höhere Renditeerwartungen haben als ältere Anleger und dass Männer generell optimistischer investieren als Frauen. Erstaunlich ist, dass 28% der Schweizerinnen und Schweizer über keinerlei Ersparnisse oder Investitionen verfügen».

Top 5 Unterschiede zwischen den Generationen:

1. Nur Bares ist Wahres
Wie die Umfrage zeigt, halten Schweizer Millennials (Alter 18–35) signifikant mehr Bargeld (42% ihres Vermögens) als ältere Generationen (34%) in der Schweiz.
Rund zwei Drittel (63%) der Millennials sind bezüglich der Wertentwicklung ihres Anlagevermögens optimistisch. Neben dem hohen Bargeldanteil sind sie vor allem in Fixed Income (12%) und nur zu 10% in Immobilien investiert.

2. Baby-Boomer sehen schwarz
Die Hälfte (50%) der Schweizer Baby-Boomer (Alter 53–71) sehen, was die Performance ihres Anlagevermögens betrifft, die Zukunft tendenziell negativ. 48% vermuten das grösste Renditepotential für die kommenden 12 Monate in Aktien. Bei den Millennials sind es nur 35%.

3. Junge wollen mehr!
Millennials sind nicht nur optimistischer, sie wollen auch mehr Rendite erzielen: 7% in den nächsten 12 Monaten. Anleger über 35 Jahre sind da zurückhaltender – ihre Renditeerwartung liegt bei 5%.

4. Sparen ist keine Frage des Alters
Millennials und Personen über 35 Jahre sind gleich sparsam: 67% gaben an, Ersparnisse zu besitzen. Während jedoch 35% der über 35-Jährigen angeben, einen Teil ihres Vermögens investiert zu haben, sind es bei den Millennials nur gerade 26%.

5. Schwindender Patriotismus?
Das Anlagevermögen der Baby-Boomer-Generation ist zu 80% im Inland investiert. Demgegenüber investiert die Gruppe der Millennials nur 68% ihres Vermögens in Schweizer Anlagewerte.

Top 5 Unterschiede zwischen Mann und Frau

1. Frauen sind weniger risikofreudig
25% der Schweizer Männer gaben an, bei ihren Anlageentscheiden im nächsten Jahr mehr Risiko auf sich nehmen zu wollen. Schweizerinnen teilen diese Absicht nur zu 13%.
Weiter zeigt sich im internationalen Vergleich, dass Herr und Frau Schweizer zurückhaltender sind als ausländische Anleger. Während hierzulande rund 20% der Anleger mehr Risiko eingehen wollen, liegt der weltweite Durchschnitt bei 37%.

2. Männer häufiger aggressiv
30% der befragen Männer in der Schweiz verfolgen in der langen Frist einen aggressiven Investitionsansatz. Bei den Schweizerinnen liegt dieser Wert bei 17%.

3. Männer sind optimistisch, Frauen weniger
Die männlichen Anleger in der Schweiz sind nicht nur risikofreudiger, sie sind auch optimistischer als ihre weiblichen Pendants: 63% der Männer sind zuversichtlich was das Erreichen der Zielrendite im kommenden Jahr anbelangt. Bei den Schweizer Frauen trifft dies nur auf knapp die Hälfte (46%) zu.

4. Viele Schweizerinnen und Schweiz haben kein Erspartes
64% der befragten Frauen in der Schweiz besitzen Erspartes, wobei rund ein Drittel (32%) weder über Erspartes noch über Investitionen verfügen. Zum Vergleich: 70% der Männer verfügen über Ersparnisse, 25% verfügen über keinerlei Ersparnisse oder Investitionen. Im Durchschnitt aller Länder liegt die Sparquote deutlich höher: 79% der Befragten geben an, etwas auf der hohen Kante zu haben (72% in der Schweiz).

5. Männliche Vorliebe für Trump?
Rund ein Drittel (34%) der Schweizer Männer sieht in den USA grosses Anlagepotential für die nächsten 12 Monate. Bei den Frauen sieht das Bild ganz anders aus: nur rund 11% sehen in den USA grössere Investitionschancen.

Quelle:  AdvisorWorld.ch