LFDE Monthly News:Positiv denken!

„Sturmtief Carmen“ war die erste von etlichen beängstigenden Schlagzeilen, die 2018 unseren Alltag begleiten werden…  

LFDE Monthly News Januar 2018

Von Didier Le Menestrel


Bereits am Jahresende war – über die geopolitischen Risiken und die erschreckende Wetterlage hinaus – Sorge um die Finanzmärkte angesagt: Die verlockend klingende Wertentwicklung im Jahr 2017 (bei der Mehrzahl der bedeutenden europäischen Indizes nahezu 10 Prozent) wird meistens als „verrückt“ bezeichnet, und zur Veranschaulichung dieses Börsenjahres, das vor allem dynamisch war, verwenden die Zeitungen Begriffe wie „Rätsel“, „Blasen“ und weitere „unverständliche Rekorde“.

Schade, dass wir nach 26 Jahren eingehender Betrachtung des aktuellen Börsengeschehens immer noch mehr Zeit darauf verwenden müssen, die Ängste unserer Mitbürger zu analysieren und zu beschwichtigen, als unsere unerschütterliche Begeisterung für die Investitionen in Aktien kundtun zu können.

Alles in allem stimmt die wichtigste der Lehren aus diesem Vierteljahrhundert, die wir jeden Monat mit Ihnen teilen, mit dem überein, was alle statistischen Erhebungen1 unablässig belegen: Die Investition in Aktien erweist sich im zeitlichen Verlauf als bester Verbündeter Ihres Ersparten.

Nun werden Sie natürlich sagen, dass „dies alles die Vergangenheit betrifft und dass es dieses Mal anders ist“. Eine seit den 80erJahren hundertfach gehörte alte Leier und eine angesichts der tatsächlich erzielten Wertentwicklungen nach wie vor unpassende Litanei: Trotz zweier schwerer Finanz- und einiger Konjunkturkrisen verzeichnet der französische Leitindex CAC 40 (der dieses Jahr sein 30-jähriges Bestehen feiert) einen durchschnittlichen Anstieg2 (einschließlich Dividenden) um 7,3 Prozent. Allein unser Fonds Echiquier Agressor wächst jährlich um 12,5 Prozent, während der Echiquier Patrimoine, der 1991 noch Echiquier 1 hieß, ein sehr respektables Ergebnis von über 4 Prozent verzeichnet.

Warum den Tatsachen zum Trotz also regelmäßig diese Sorge unserer Gemeinschaften um die Zukunft ihres Ersparten?

Wendungen wie „Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach“ und „Vorsicht ist besser als Nachsicht“ erklären in weiten Teilen unser instinktives Verhalten. Derartige im Volksempfinden verwurzelte Reflexe sind in einer Generation nur schwer zu widerlegen – vor allem aber auch, weil die Ersparnisse früherer Generationen durch Zwistigkeiten unter den europäischen Nachbarn immer wieder vernichtet wurden. Heute befinden sich die europäischen Sparer nach wie vor in einer Phase des finanziellen Wissenserwerbs, wobei sie versuchen, die Einwohner der angelsächsischen Länder einzuholen, die ihnen bei der Anhäufung und Verwaltung ihres Überschusses an finanziellem Reichtum ein Jahrhundert voraus sind.

In einer Zeit steigender Lebenserwartung und immer geringer werdender „risikoloser“ Renditen müssen wir dringend lernen, unsere Instinkte zu beherrschen und unsere Reflexe zu überwinden. Die Zukunft unseres Rentensystems steht auf dem Spiel.

Anstatt uns vor einer noch schwierigeren Zukunft zu fürchten, sollten wir uns darüber freuen, dass 2017 durch aktive Vermögensverwaltung wieder Wertentwicklungen erzielt wurden, die die Benchmarks übertroffen haben.3 Diejenigen, die bereit sind, Risiken einzugehen, werden logischerweise mit besseren Renditen belohnt, als diejenigen, die der Entwicklung lediglich hinterherlaufen und nur sehr kurzfristig handeln – einer Entwicklung, die in den kommenden Jahren noch zu bestätigen sein wird! Das Zinsumfeld und der Preisrahmen von Vermögenswerten werden die aktive Vermögensverwaltung und die Kenntnis der Unternehmen belohnen.

Jetzt müssen öffentlich, gesetzlich und steuerlich noch diejenigen gefördert werden, die bereit sind, sich Zeit für langfristige Überlegungen zu nehmen – 2018 ist dies möglich!

Source: AdvisorWorld