De Berranger Olivier LFDE

LFDE: SRI mit hoher Resilienz in Richtung Impact-Investing

Seit Jahrzehnten setzt LFDE – La Financière de l’Echiquier bereits auf verantwortungsbewusste Investments und geht mit dem Engagement für börsennotierte Impact-Investments jetzt noch einen Schritt weiter.

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Von Olivier de Berranger, Generaldirektor der Vermögensverwaltung, LFDE


Dieser vor der Krise eingeleitete proaktive Prozess verfolgt ein übergeordnetes Ziel: Investments sollen eine positive Wirkung für die Menschen und den Planeten erzielen.

Grosse Krisen können – nicht nur im negativen Sinn – wie Brandbeschleuniger oder Katalysatoren wirken und wertvolle Erkenntnisse liefern. In dem von einer weltweiten Pandemie geprägten Umfeld erlebten die Finanzmärkte im ersten Quartal 2020 den schnellsten Absturz ihrer Geschichte: -20% in gerade einmal 20 Tagen. Da wir in Unternehmen investieren, interessieren wir uns naturgemäss sehr dafür, wie sich die Titel im Portfolio in den Krisen an der Börsen entwickeln. Die jetzige Krise lehrt uns viel über die Performance von SRI (Socially Responsible Investing) und bestätigt unsere Gewissheit hinsichtlich der Krisenfestigkeit von Unternehmen mit überlegenem ESG-Profil. Unternehmen mit solider Governance und entsprechend effizienter Steuerung der nicht-finanziellen Risiken waren für die Bewältigung einer Krise dieses ungeahnten Ausmasses besser gerüstet und aufgestellt, denn sie verfügten über eine grössere Manövrier- und Anpassungsfähigkeit.

Die Überperformance einer soliden SRI-Methodik bestätigt sich in allen denkbaren Marktkonstellationen. Unsere 2019 veröffentlichte und am 31.3.2020 aktualisierte Studie „ISR & Performance by LFDE“ beweist die Widerstandsfähigkeit unserer SRI-Fonds. Über 10 Jahre erzielte das Portfolio mit den besten ESG-Profilen von LFDE eine 3,8-mal höhere Performance als das mit den schlechtesten ESG-Profilen. Dieser Abstand, der Ende 2019 noch bei 2,6 lag, hat sich seither deutlich vergrössert. So haben die SRI-Aktienfonds von LFDE, die ohnehin eine bessere Performance erzielten als ihr Nicht-SRI-Referenzindex, ihre Widerstandsfähigkeit eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Diese Überperformance von 7 bis 14 Punkten im Jahr 2019 – je nach Fonds – ist seit Anfang 2020 auf 9 bis 14 Punkte gestiegen[1].

Gründe der Überperformance

Diese Überperformance ist mehreren Faktoren zuzuschreiben: Unternehmen mit den besten ESG-Profilen sind zumeist erstklassige Gesellschaften mit soliden Bilanzen. Aufgrund des erhöhten Liquiditätsrisikos in diesen Krisenzeiten setzte der Markt verstärkt auf Unternehmen, die als sichere Fluchthäfen gelten. Die Käufe konzentrieren sich verstärkt auf die Unternehmen mit den besten ESG-Ratings. Dieser Trend hat sich keineswegs abgeschwächt, ganz im Gegenteil (+30 Milliarden Euro laut Morningstar).

Die Resilienz von SRI-Fonds erklärt sich nicht zuletzt durch die effiziente Steuerung der nicht-finanziellen Risiken, die während einer Gesundheitskrise unerlässlich ist. Unternehmen mit einer soliden Strategie für den Schutz von Mitarbeitern und Kunden bzw. einer effizienten Umweltpolitik haben sich schneller erholt.

Gestärkt aus der Krise gehen Unternehmen hervor, die sich aktiv gegen die Pandemie gestemmt haben, wie z.B. Air Liquide dank der Herstellung von Beatmungsgeräten, oder Akteure, die ihr gesamtes Ökosystem auf den Prüfstand gestellt haben und eine konsequente langfristige Strategie umsetzen.

Die Anleger wissen das zu schätzen. Verantwortungsbewusste Investments bleiben im Aufwind – allein in Frankreich stiegen die Mittelzuflüsse in den vergangenen Monaten um 27%[2]. So ist der Anteil verantwortungsbewusster Investments von 1.000 Milliarden Euro Ende 2016 auf 1.860 Milliarden Euro Ende 2019[3], hochgeschnellt. Davon entfiel fast ein Drittel auf den SRI-Markt. Diese kritische Herausforderung für die Asset-Management-Branche eröffnet gleichzeitig aber auch Wachstumsperspektiven, vor allem im Bereich Impact-Investing.

Impact – die neue SRI-Dimension

Die Krise, die wir gerade erleben, bestätigt eine unserer Grundüberzeugungen: Das Finanzwesen – vor allem aber börsennotierte Impact-Investments – spielen eine entscheidende Rolle beim Aufbau eines nachhaltigeren und widerstandsfähigeren Ökosystems. Und folglich beim Aufbau der Welt nach der Krise.

Wir sind davon überzeugt, dass Impact-Investing zur Finanzierung der von den Vereinten Nationen festgelegten Nachhaltigkeitsziele (SDGs) unerlässlich ist. Um diese Ziele bis 2030 erreichen zu können, sind 2.500 Milliarden Euro erforderlich. Schätzungen zufolge können 91%[4] dieses Finanzierungsbedarfs nur über die Börsen gedeckt werden.

LFDE hat als eine der ersten Vermögensgesellschaften 2017 eine Anlagelösung zur Berücksichtigung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDGs) entwickelt und sich verpflichtet, aktiv am Aufbau eines Finanzwesens mit positivem Impact mitzuwirken. Wir planen die Erweiterung unserer Impact-Lösungen in Fortsetzung unserer SRI-Impact-SICAV Echiquier Positive Impact Europe und setzen uns aktiv für die Förderung dieses Bereichs am Finanzplatz ein. LFDE ist Mitglied des GIIN (Global Impact Investing Network) und nimmt an UNPRI-Gemeinschaftskampagnen teil, wie z.B. an der Diskussionsgruppe, die langfristige Lösungen zur Bewältigung der COVID-19-Krise anstrebt.

Der zweite Impact-Bericht des Echiquier Positive Impact Europe enthält den konkreten und detaillierten Impact unserer Investments für den Planeten und die Menschen im Hinblick auf die SDGs

Wir veröffentlichen jedes Jahr einen Bericht über die Messung und Bewertung der positiven Wirkungen unseres Portfolios, das gemeinsam mit dem unabhängigen Impact-Experten Better Way aufgebaut wurde und überprüft wird. Der Bericht enthält eine detaillierte Beschreibung der positiven Wirkungen, die von den Produkten und Dienstleistungen der Unternehmen im Portfolio generiert wurden, und zwar sowohl global als auch für jedes einzelne SDG.

Eine Anlage von 1 Million Euro in den Fonds Echiquier Positive Impact Europe ermöglicht beispielsweise die medizinische Versorgung von 1.482 Patienten, die gesündere und bessere Ernährung von 3.741 Personen oder die Reduzierung der CO2-Emissionen um 186 Tonnen.


[1] Stand: 18.6.2020

[2] Novethic

[3] AFG und FIR, Mai 2020

[4] UNCTAD und GIIN

Quelle: AdvisorWorld.ch