Märkte stabilisieren sich nach einer geschäftigen Woche der Zentralbanken

Zum Ende einer geschäftigen Woche haben sich die meisten G10-Währungen etwas stabilisiert. Nachdem die Einheitswährung nach der FOMC-Zinsentscheidung 0,08% gestiegen war, ist sie leicht auf 1,12 gefallen….


Swissquote Europe Ltd


Über Nacht zeigte sich der EUR/USD leicht verändert und handelte in einem sehr engen Bereich zwischen 1,1194 und 1,1212. Wir bleiben zum dem Paar bullisch, da die EZB klar gemacht hat, dass sie lieber abwarten und auf mehr Daten waren möchte, bevor sie ihr quantitatives Lockerungsprogramm anpasst, während die Fed wohl die Erhöhung der US-Zinsen aufschieben muss.

Der neuseeländische Dollar zeigte die schlechteste Performance im G10-Komplex und ist gegenüber dem Greenback 0,40% gefallen, da die Anleger die stärker auf eine anstehende RBNZ-Zinssenkung setzen. Auch wenn die Reserve Bank sich entscheiden sollte, die Zinsen unverändert zu lassen, hat Governor Wheeler die Märkte daran erinnert, dass weitere politische Lockerungsmaßnahmen erforderlich sind, um sicherzustellen, dass die Inflation ihrem Ziel näher kommt. Der  NZD/USD bewegte sich weiter in Richtung der nächsten Unterstützung bei 0,7235 (Tief vom 13. September). Zum Leidwesen der RBNZ würden es mehr als eine Senkung um 25 Bp erfordern, um die Anleger vom Kiwi fernzuhalten, da das Rennen um höhere Renditen weiter ihre Anlageentscheidung bestimmen wird. Wir glauben daher, dass das Aufwärtspotential aktuell recht begrenzt ist.

Die gestrige Entscheidung der Norges Bank, den Einlagensatz unverändert bei 0,50% zu belassen, verlieh der Krone gestern Auftrieb. Der USD/NOK fiel deutlich auf 8,08 zurück, bevor er sich bei etwa 8,12 stabilisierte. Da der Inflationsdruck zunimmt und die Wachstumsaussichten weiterhin erfreulich aussehen, liegt das Risiko auf jeden Fall auf der Unterseite. Eine Unterstützung kann bei 7,97 (Tief vom 3. Mai) gefunden werden, während ein Widerstand bei etwa 8,40 (bisherige Höchststände) liegt.

In der asiatischen Sitzung waren die Aktiengewinne überwiegend uneinheitlich, da die Händler vor dem Wochenende keine Risiken mehr eingehen wollten. Nach dem gestrigen Feiertag eröffnen die japanischen Aktien mit niedrigen Notierungen. Der Nikkei und der Topix Index geben jeweils 0,32% und 0,23% ab. In China war die Stimmung nicht besser, sowohl der Shanghai als auch der Shenzhen Composite verloren jeweils 0,19% und 0,38%. In Hongkong wird der Hang Seng flach gehandelt, und in Taiwan verbesserte sich der Taiex um 0,53%. In Europa notieren die Aktien-Futures etwas niedriger, der Footsie verliert 0,14% und der Euro Stoxx 600 gibt ebenfalls um 0,14% nach.

Heute warten die Händler auf die PMIs aus Frankreich, Deutschland, der Eurozone und den USA; den PPI aus Spanien; die Einzelhandelsumsätze und den CPI aus Kanada.

Quelle: AdvisorWorld.ch