Neues Invesco Whitepaper: Warum Active Ownership der effektivste Mechanismus für verantwortliches Investieren mit finanzieller Rendite ist

Seit einigen Jahren nimmt das Anlegerinteresse am verantwortlichen Investieren immer mehr zu…... 

Bonnie Saynay, Global Head, Proxy Governance and Responsible Investment


Gleichzeitig können Investoren zwischen immer mehr Responsible-Investment-Ansätzen wählen. Ein neues Whitepaper von Invesco beleuchtet die unterschiedlichen Ansätze sowie die Ergebnisse bisheriger empirischer Untersuchungen zu ihren Auswirkungen auf die Performance.

Die Autoren der Studie, Bonnie Saynay, Global Head, Proxy Governance and Responsible Investment, und Dr. Henning Stein, Head of EMEA Institutional Marketing, kommen zu dem Schluss, dass so genannte Active Ownership – aktives Aktionärstum – der effektivste Mechanismus zur Förderung des verantwortlichen Investierens und des Investment Stewardship ist, d.h. der Förderung des langfristigen Erfolgs von Unternehmen so, dass auch die Kapitalgeber profitieren.

Stein Henning Invesco

Beim Active-Ownership-Ansatz werden keine Unternehmen ausgeschlossen, wenn sie bestimmte Responsible-Investment-Kriterien nicht erfüllen, sondern die Eigentümerrechte genutzt, um positive Veränderungen zu bewirken. „Active Ownership ist gleichbedeutend mit einem langfristigen, hochwertigen, auf echten Überzeugungen basierenden Investmentansatz“, schreiben Saynay und Stein. „Es umfasst einen kritischen, zielgerichteten Dialog mit Unternehmen und die Wahrnehmung von Stimmrechten.“ Zentrale Elemente des Prozesses bei Invesco sind zum Beispiel ein intensiver Dialog mit den Portfoliounternehmen, ihren Führungs- und Aufsichtsgremien sowie ihren Beratungsfirmen, Due-Diligence-Prüfungen vor Ort sowie eigene interne Governance-Ausschüsse.

Wie die Invesco-Experten erläutern, berücksichtigen bereits über die Hälfte aller professionell verwalteten Anlageportfolios in Europa und Australien/Neuseeland Responsible-Investment-Kriterien. In Nordamerika ist der Anteil noch geringer, wächst aber schnell. Eine aktuelle Umfrage des CFA Institute verdeutlicht, unter welchem Druck die Investmentmanagement-Industrie steht, diese Faktoren zu berücksichtigen. Als wichtigsten Grund identifiziert die Studie die Überzeugung der Nutzer, dass sich die Anlagerisiken mit derartigen Ansätzen besser managen lassen. Relevante Risiken sind z.B. Unternehmensrisiken – wie ein Rückgang des Substanzwerts oder der Ertragsstärke eines Unternehmens infolge der Verletzung von Responsible-Investment-Standards –, Risiken aufgrund bilanzieller Unregelmäßigkeiten oder das Risiko von Aktienkursverlusten. Die Tatsache, dass Kunden (nicht zuletzt aufgrund derartiger Risiken) eine Berücksichtigung von Responsible-Investment-Kriterien fordern, wurde als zweitwichtigster Grund genannt.

Viele Anleger fürchten, dass Responsible-Investment-Strategien mit Renditeeinbußen verbunden sein könnten. Saynay und Stein zufolge ist der empirische Befund diesbezüglich gemischt. Ein Grund sind die vielen sehr unterschiedlichen Responsible-Investment-Kriterien und die genauso große Vielfalt der verfügbaren Strategien. Tatsächlich gibt es aber Belege für eine positive historische Korrelation zwischen einer Governance-Fokussierung und höheren Anlageerträgen. Eine umfassende, vor kurzem veröffentlichte Bewertung der Verbindung zwischen Responsible-Investment-Kriterien und der Finanzperformance von Unternehmen scheint dies zu bestätigen. So kommen rund 90% der untersuchten Studien zu dem Schluss, dass es keine negative Beziehung zwischen Responsible Investment und der Finanzperformance von Unternehmen gibt. Die große Mehrheit der Studien identifiziert sogar eine positive Beziehung, die zudem im Zeitablauf stabil erscheint.(1)

Invesco blickt auf eine über 15-jährige Erfahrung mit Responsible-Investment-Strategien zurück. Experten in acht Investmentzentren verwalten aktuell mehr als 50 Milliarden USD in 17 verschiedenen nachhaltigen Anlagestrategien unter Anwendung unterschiedlicher Responsible-Investment-Integrationsansätze für verschiedene Anlageklassen wie Aktien, Anleihen und Immobilien. Im Mittelpunkt des Responsible-Investment-Ansatzes von Invesco steht das aktive Aktionärstum oder Active Ownership. „In unserer Funktion als Treuhänder für unsere Kunden verstehen wir uns als Miteigentümer und nicht nur als Aktionäre“, erklärt Saynay.

Dr. Stein ergänzt: „Als institutioneller Asset Manager müssen wir zuallererst hohe Anlageerträge für unsere Kunden erwirtschaften. Das können wir erreichen, wenn wir in Wertpapiere hochklassiger Emittenten mit einer nachweislich guten Corporate Governance investieren.“

Eine der wichtigsten Grundlagen des Responsible-Investment-Ansatzes von Invesco ist eine äußerst flexible eigene Plattform für die Stimmrechtsausübung. Diese ermöglicht es den Fondsmanagern des Unternehmens, einen anlegerorientierten Ansatz der Stimmrechtswahrnehmung zu verfolgen, der die Abstimmungs- und Anlageentscheidung miteinander abstimmt und so stets die Interessen der Kunden wahrt. Als aktive Verfechter einer guten Corporate Governance pflegen die Fondsmanagementteams von Invesco zudem einen intensiven Dialog mit ihren Portfoliounternehmen, der Unternehmensbesuche, kritische Nachfragen gegenüber Führungs- und Aufsichtsgremien und bei Bedarf Anstöße für Veränderungen umfasst.

Quelle:  AdvisorWorld