Positive Überraschung bei den US-Daten konnte USD nicht in die Höhe treiben

Die jüngsten US-Daten vom Freitag brachten weitgehend eine positive Überraschung und führten dazu, dass die US-Zinsen auf der gesamten Zinskurve stark stiegen. Der Einzelhandelsumsatz lag im Juni bei soliden 0,6% im Monatsvergleich und übertraf somit die Erwartungen von 0,1%.


von Arnaud Masset- SwissQuote


Die Zahlen des Vormonats wurden jedoch von 0,5% nach unten auf 0,2% revidiert. Auf Inflationsseite lag der Gesamt-CPI leicht unter den Durchschnittsprognosen bei 1,0% im Jahresvergleich gegenüber erwarteten 1,1%. Das Maß, das die volatilste Komponenten wie Energie ausschließt, ist im Juni um 2,3% im Jahresvergleich gestiegen im Vergleich zu erwarteten 2,2%. In New York ist der Empire Manufacturing Index auf 0,55 eingebrochen, wobei die Marktteilnehmer von 5,0 ausgegangen waren, was vermuten lässt, dass die Erholung noch nicht vorbei ist. Zuletzt überraschte auch die Industrieproduktion nach oben, die bei 0,6% im Monatsvergleich lag und somit die Durchschnittsprognosen von 0,3% übertraf. Da das Maß jedoch in den letzten Monaten wiederholt die Nulllinie durchbrochen hat wird es mehr als eine einzige vielversprechende Zahl erfordern, um den Marktoptimismus im US-amerikanischen Industriesektor wiederzubeleben.

Die gesamte US-Zinskurve ist am Freitag Nachmittag nach der Bekanntgabe der Wirtschaftsdaten gestiegen. Die von der Geldpolitik abhängigen zweijährigen Renditen haben die 0,7098% erreicht während die zehnjährigen Renditen auf 1,5990% gestiegen sind. Die Eilmeldungen zum Staatsputsch in der Türkei erhöhten die globale Unsicherheit jedoch und brachten die Anleger dazu, wieder zu als sicherer Hafen geltenden Anlagen wie Anleihen zurückzukehren, was dazu führte, dass die US-Renditen fielen. Der EUR/USD eröffnete in Asien höher, bevor er um 1,1050 auf der Stelle trat.

 

Zu Eröffnung am Montagmorgen fiel der japanische Yen deutlich zurück. Der USD/JPY eröffnete mit  105,40. Das Paar testet nun seine 50er DMA, die derzeit bei 106,25 verläuft. In Anbetracht der starken Wahrscheinlichkeit einer weiteren Anreizrunde in Japan, werden die Händler das Risiko vermeiden wollen, um gegen den Strom zu schwimmen, und sie werden fortfahren ihre JPY-Long-Positionen zu liquidieren.

In Neuseeland konnte die Juni-Inflation die Markteinschätzungen und die Zentralbankprognose nicht treffen, denn sie wurde bei 0,4% im Jahresvergleich veröffentlich. Die Erwartungen lagen bei 0,5%. Damit steigen die Chancen für eine Zinssenkung während des nächsten Zentralbanktreffens Anfang August. Nach Erwartungen für einen niedrigeren Zinssatz fiel der NZD/USD um 1,20% und erreichte 0,7069. Der Rückgang sollte sich mit moderatem Tempo fortsetzen. Das erste Ziel des NZD/USD sollte bei 0,67 liegen.

An den Aktienmärkten waren die meisten regionalen asiatischen Märkte am Montag im positiven Bereich, mit Ausnahme der chinesischen Festlandsaktien, die viel Rot aufwiesen. Die japanischen Märkte sind aufgrund des Sea Day geschlossen. Der Hang Seng in Hong Kong stieg um 0,43%, und Taiwans TAIEX legt um 0,65% zu. Auf dem Kontinent gab der CSI 300 um 0,25% nach. Die europäischen Aktien deuten eine festere Eröffnung an, da alle europäischen Futures Grün aufweisen.

 

Quelle: AdvisorWorld.ch