Raiffeisen

Raiffeisen Schweiz und Avaloq definieren ihre künftige Zusammenarbeit

Raiffeisen Schweiz und Avaloq stellen ihre Kooperation auf ein neues Fundament und überführen ihre Zusammenarbeit in ein reines Kunden-Lieferanten-Verhältnis…..

Hierzu wird Avaloq per 1. Januar 2019 die verbleibenden 51% am bisherigen Joint Venture ARIZON von Raiffeisen Schweiz übernehmen. Zudem wird Raiffeisen Schweiz ihre 10%-Beteiligung an der Avaloq Gruppe an Warburg Pincus verkaufen.

ARIZON wurde Ende 2014 als Joint Venture zwischen Raiffeisen und Avaloq mit dem Ziel gegründet, eine durchgängige Bankenplattform zu entwickeln und zu betreiben sowie Abwicklungsservices für die Raiffeisen Gruppe zu erbringen. Die im Projekt RAINBOW realisierte neue Plattform steht demnächst vor ihrer Einführung. Somit gibt es keine strategische Notwendigkeit mehr für finanzielle Beteiligungen seitens Raiffeisen. Für eine weiterhin erfolgreiche operative Kooperation wechseln nun Raiffeisen und Avaloq auf ein reines Kunden-Lieferanten-Verhältnis.

Avaloq übernimmt ARIZON vollständig

In diesem Zusammenhang wird Raiffeisen Schweiz der Avaloq Gruppe die 51%-Beteiligung am Joint Venture ARIZON per 1. Januar 2019 verkaufen. Somit wird ARIZON zu einer 100%-Tochter der Avaloq Gruppe. Im Zuge dieser Überführung bleiben alle Stellen erhalten. Die Geschäftsleitung von ARIZON bleibt unverändert und bietet damit Gewähr für Kontinuität.

Zudem wird Raiffeisen Schweiz einen Service-Vertrag mit ARIZON bis Ende 2024 für den Betrieb und die Weiterentwicklung der Bankenplattform sowie die Erbringung von Abwicklungsdienstleistungen eingehen.

Dr. Patrik Gisel, CEO von Raiffeisen Schweiz, erklärt: «Ein Projekt in der Grössenordnung von RAINBOW zu realisieren, erforderte eine intensive Zusammenarbeit unserer beiden Unternehmen. Dank dem aufgebauten Vertrauen überführen wir nun die Beziehung in eine neue Phase. In Zukunft können wir uns auf unsere Kernkompetenzen fokussieren: Raiffeisen auf das Banking und Avaloq auf Banking-Technologie und Services.»

Francisco Fernandez, Group CEO und Verwaltungsratspräsident von Avaloq, ergänzt: «Das ARIZON-Team um CEO Mathias Schütz hat seine Retail-Banking-Kompetenz eindrücklich unter Beweis gestellt. Unsere Kooperation mit Raiffeisen setzen wir nun auf eine langfristige neue Basis. Unser oberstes Ziel ist es, Raiffeisen als Tier-1-Bank und hervorragende Referenz im Schweizer Markt mit einer hohen Service-Qualität zu unterstützen.»

Raiffeisen verkauft Avaloq-Beteiligung an Warburg Pincus

Zudem wird Raiffeisen ihre 10%-Beteiligung an Avaloq nach knapp zwei Jahren mit Gewinn an Warburg Pincus veräussern. Damit hält Warburg 45% der Aktien. Unverändert bleibt die Mehrheit der Aktien in den Händen der Avaloq-Mitarbeiter, Management und Francisco Fernandez.

Über die Höhe der Verkaufspreise wurde Stillschweigen vereinbart. Mit diesen Transaktionen wird die Eigenmittelbasis der Raiffeisen Gruppe gestärkt. Der Entscheid zum Verkauf der Beteiligungen an Avaloq und Warburg Pincus ist ein deutliches und glaubwürdiges Bekenntnis zur Etablierung eines reinen Kunden-Lieferanten-Verhältnisses mit verstärktem Fokus auf die operative Kooperation und nicht auf finanzielle Beteiligungen.

Quelle: AdvisorWorld