S&P stuft Australiens Kreditprognosen auf Negativ herunter

Es war eine relativ ruhige Sitzung in Asien und das Pfund Sterling stabilisierte sich nach dem Abverkauf Anfang der Woche, der japanische Yen hat die gestrigen Verluste wieder gut gemacht und das Rohöl konnte die Gewinne vom Mittwoch konsolidieren.….


von Arnaud Masset- SwissQuote


Nach einer schrecklichen Sitzung für die Aktien in Europa starteten die US-Aktien auf festerem Fuß in den Tag und schlossen ihn in positivem Terrain und gaben den Ton für die asiatische Sitzung vor. Am Donnerstag waren die asiatischen, regionalen Aktienmärkte weitgehend durchwachsen und die japanischen Aktien und die Aktien des chinesischen Festlandes handeln in negativem Terrain während der Rest der asiatischen Märkte grün auf der Anzeigetafel blinkt. Der Nikkei 225 ist mit Stärkung des Yen um 0,67% gefallen und der allgemeinere Topix brach um 0,66% ein. Die Aktien des chinesischen Festlandes verloren 0,20% und in Hongkong stieg der Hang Seng genauso wie die Wall Street um 0,75%.

Die Marktteilnehmer zögern weiter ziemlich und versuchen weiter die Auswirkungen der Entscheidung des Vereinigten Königreichs die Europäische Union zu verlassen, zu beurteilen. In Europa werden die Aktien wohl auf festerem Fuß starten da die meisten Futures höher handeln.

Australien wird wohl sein AAA-Bonitätsrating verlieren, da Standard & Poor’s die langfristigen prognosen des Landes von stabil auf negativ herabgestuft hat, da die Sorgen um die Haushaltsungleichgewichte zunehmen. Die Agentur erklärte: „Die negativen Prognosen für Australien spiegeln unsere Meinung wider, dass die Aussichten auf Verbesserungen bei der Haushaltsentwicklung sich nach dem Ergebnis der letzten Wahl verschlechtert haben.“ Zu Beginn fiel der australische Dollar 0,94% auf 0,7467, erholte sich dann jedoch schnell auf 0,7520, da die Anleger erkannt haben, dass das am Ende keinen großen Unterschied macht. Sie ist eine Warnung und eine Botschaft an die künftige Regierung, dass sie die Finanzkraft des Landes verbessert. Der AUD/USD bewegt sich weiterhin innerhalb seines bullischen Kanals. Auf der Oberseite findet sich ein Widerstand bei rund 0,7648 (Hoch vom 23. Juni), auf der Unterseite liegt eine Unterstützung bei 0,7286 (Tief vom 16. Juni).

Nach den Kommentaren des stellvertretenden RBNZ-Chefs zum Wohnungsmarkt stieg der Neuseeland-Dollar in Wellington um 0,80%. Grant Spencer erklärte, dass die Zentralbank eine Verschärfung der Loan-to-Value-Ratio  erwäge, um den Aufwärtsdruck auf dem Wohnungsmarkt zu begrenzen. Der NZD/USD erreichte 0,7197 im späten asiatischen Handel. Der nächste Widerstand liegt bei 0,7241 (Hoch vom 4. Juli). Ähnlich wie die übrigen Rohstoffwährungen reagiert der Kiwi sehr empfindlich auf die globale Risikostimmung und die Brexit-Entwicklungen.

Heute warten die Händler auf die Devisenreserven und den CPI-Bericht aus der Schweiz; die Haushaltsbilanz aus Schweden; die Halifax Hauspreise aus dem Vereinigten Königreich; die Industrieproduktion aus Norwegen und dem Vereinigten Königreich; die Veränderungen der ADP-Arbeitslosenzahlen, die Arbeitslosenerstansprüche und die Rohöllagerbestände aus den USA.

Quelle: AdvisorWorld.ch