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Schroders Global Investor Studie 2020

Schroders: Schweizer mit tieferen Renditeerwartungen in der Covid-Pandemie als der weltweite Durchschnitt.

Schroders Global Investor Studie 2020


Die Anleger sind aktuell zuversichtlich und erwarten in den kommenden 5 Jahren durchschnittliche Gesamtrenditen (Erträge plus Kapitalzuwachs) von mehr als 10% pro Jahr – ungeachtet der Unwägbarkeiten als Folge der Covid-Pandemie. Es ist einigermassen überraschend, dass sich die durchschnittliche Renditeerwartung für die kommenden 5 Jahre im Vergleich zur Befragung 2019 von 10,7% pro Jahr sogar leicht auf 10,9% erhöht hat.

Mit Blick auf die langfristigen, historischen Renditen, die am Aktienmarkt erzielt werden konnten, sind die Renditeerwartungen der Schweizerinnen und Schweizer mit 7% pro Jahr deutlich realistischer als die des weltweiten Durchschnitts. Das ist eines der Ergebnisse der Schroders Global Investor Studie 2020[1]. Bitte klicken Sie hier, um mehr über die Studie zu erfahren.

Investoren aus der Schweiz liegen verglichen mit dem weltweiten Durchschnitt bei den prognostizierten Renditen (7%) am unteren Ende der Skala. Nur die Japaner haben noch tiefere Renditenerwartungen (6%). In Europa zählen die Italiener ebenfalls zu den Anlegern mit eher konservativen Anlageerwartungen (7,9%). Die Deutschen etwa sind mit p.a. Renditen von 8,4% optimistischer gestimmt.

Andreas Markwalder, CEO Schroder Investment Management (Switzerland), ergänzt:
«Die sehr hohen Renditeerwartungen der Anleger weltweit von durchschnittlich mehr als 10% pro Jahr in den kommenden 5 Jahren sind erstaunlich. Denn diese Erwartungshaltung korrespondiert nicht mit der Renditehistorie an den Aktienmärkten. Immerhin sind die Schweizerinnen und Schweizer bezüglich der zu erwartenden Aktienmarktperformance bescheidener als der weltweite Durchschnitt. Doch auch hierzulande geht man möglicherweise von zu hohen Renditen in den kommenden Jahren aus. Die von Schroders in den „Unausweichlichen Investment-Wahrheiten für die kommende Dekade“ prognostizierten Renditen an den Aktienmärkten sind deutlich tiefer. In den USA erwarten wir bis 2027 indexierte Renditen von weniger als 6% pro Jahr, in Europa solche von weniger als 4% und in Japan gar nur 3%. Vor diesem Hintergrund muss betont werden, dass Selektivität respektive aktives Management entscheidend ist, wenn höhere Renditen als der Gesamtmarkt erzielt werden sollen.»

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Pandemiedauer schätzt Mehrheit auf unter 2 Jahre

Die sehr sportlichen durchschnittlichen Renditeerwartungen könnten damit zusammenhängen, dass lediglich 6% der weltweit befragten Anleger davon ausgehen, dass die wirtschaftlichen Folgen von Covid-19 mehr als 4 Jahre spürbar sein werden. Und nur ein Fünftel (21%) prognostiziert eine Pandemiedauer von mehr als 2 Jahren. In der Schweiz ist dieser Wert mit 30% deutlich höher. Dieser vergleichsweise pessimistische Ausblick dürfte die tiefere durchschnittliche Renditeerwartung der Schweizerinnen und Schweizer teils erklären.

Adrian Nösberger, CEO Schroder & Co Bank AG, betont: «Mit grosser Wahrscheinlichkeit werden die Auswirkungen von Covid-19 in den kommenden Jahren erheblich sein und Volkswirtschaften, die Finanzmärkte, aber auch Bereiche beeinflussen, die darüber hinausgehen. Auch wenn viele die Pandemie als den ultimativen schwarzen Schwan – also als ein umwälzendes, schwer vorherzusagendes Ereignis – ansehen, müssen wir uns gerade jetzt mehr denn je an unsere Anlagegrundsätze halten und diszipliniert vorgehen. Umso wichtiger ist dies in der aktuellen Phase von niedrigen Zinsen weltweit. Für Schroders steht daher im Fokus, unsere Kunden so zu unterstützen, dass sie mit dieser anhaltenden Unsicherheit zurechtkommen, um letztlich ihren zukünftigen Wohlstand zu sichern.»

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Der Ausverkauf an den Börsen im Zuge der Covid-Pandemie hat viele Anleger veranlasst das Portfolio umzuschichten: 31% der Schweizer Investoren haben risikoärmere Anlagen als vor dem Ausbruch der Pandemie gekauft. Dieser Wert liegt in etwa auf Niveau des weltweiten Durchschnitts (28%).

Aber nicht alle Investorinnen und Investoren haben Risiken aus dem Portfoliokontext verbannt. 20 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer nahmen risikoreichere Anlagen ins Depot. Der Wert entspricht in etwa dem der Deutschen (19%).

Wer sich selbst als Expert sieht oder sein Anlagewissen als „fortgeschritten“ in der Befragung angab, wurde aktiv. 80% der Profis haben im Februar und März das Portfolio angepasst. „Rookies“ blieben etwas gelassener, aber auch in dieser Kohorte reagierten 68% auf die Marktverwerfungen.

Altersvorsorge wird ernst genommen

Eine grosse Verschiebung zu den Ergebnissen der Vorjahre betrifft die Altersvorsorge. Mittlerweile geben 25% der Studienteilnehmer an, dass für sie bei der Verwendung des verfügbaren Einkommens die Altersvorsorge oberste Priorität habe. Dieser Wert liegt deutlich über dem vor drei Jahren ermittelten Anteil von lediglich 10%. Die Schweizer liegen mit 24% im weltweiten Durchschnitt.


[1] Im April 2020 gab Schroders eine unabhängige Online-Befragung von 23.000 Personen aus 32 Märkten in allen Teilen der Welt, die Geld anlegen, in Auftrag. Dazu gehörten unter anderem Länder in Europa, Asien sowie Nord- und Südamerika. Für die Umfrage wurden Investoren befragt, die in den nächsten zwölf Monaten mindestens 10.000 Euro (oder den Gegenwert in einer anderen Währung) anlegen wollen und in den vergangenen zehn Jahren Änderungen an ihren Investments vorgenommen haben.

Quelle:  AdvisorWorld.ch