State Street kommentiert den Beginn der Austrittsverhandlungen Grossbritanniens mit der EU auf Basis von Artikel 50 des Lissabon-Vertrags

Michael Metcalfe, Leiter der Abteilung Global Macro Strategy von State Street Global Markets, und Bill Street, Leiter der Abteilung Investments EMEA bei State Street Global Advisors, äussern sich zum Beginn der Austrittsverhandlungen Grossbritanniens auf Basis von Artikel 50 des LissabonVertrags….

 

Michael Metcalfe


Michael Metcalfe: „Dass der Austrittsprozess gemäss Artikel 50 des Lissabon-Vertrags rechtlich in die Wege geleitet wird, wurde allgemein erwartet. Die Tatsache, dass die Austrittsverhandlungen nun beginnen, könnte die Finanzmärkte jedoch anfälliger gegenüber Kommentaren zum Verhandlungsverlauf von offiziellen europäischen und/oder britischen Vertretern werden lassen. Das so genannte ‚Headline Risk‘, also die Gefahr einer Überreaktion des Marktes aufgrund negativer Schlagzeilen, ist somit zurück – falls es jemals wirklich verschwunden war.“

Street BillBill Street: „Wir erwarten, dass die Auslösung von Artikel 50 an sich ein eher unbedeutendes Ereignis sein wird, da es bereits im Wesentlichen an den Finanzmärkten eingepreist wurde. Auf kurze Sicht könnte das britische Pfund sogar davon profitieren, da Anleger möglicherweise ihre Short-Positionen in Pfund schliessen werden. Die Unsicherheit über den Verlauf der zukünftigen Verhandlungen macht eine Vorhersage von Marktpreisen aus heutiger Sicht jedoch unmöglich. Allerdings dürfte der Verhandlungsprozess in den nächsten zwei Jahren ohne Zweifel eine höhere Volatilität und grössere Preisbewegungen an den Finanzmärkten auslösen.“

Quelle: AdvisorWorld.ch