Street Global Advisors fordert 3’500 Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von insgesamt über 30 Billionen US$ auf, die Anzahl Frauen in der Geschäftsleitungs- und Verwaltungsratspositionen zu erhöhen

Am Abend des Internationalen Frauentags veröffentlicht SSGA entsprechende Richtlinien und errichtet eine Statue als Symbol für den Handlungsbedarf .…. 

Am Abend des Internationalen Frauentags fordert State Street Global Advisors (SSGA), der Vermögensverwalter der State Street Corporation (NYSE: STT), die mehr als 3.500 Unternehmen, in die SSGA im Auftrag von Kunden investiert ist und die eine Marktkapitalisierung1 von über 30 Billionen US$ aufweisen, auf, konkrete Schritte zur Erhöhung der Anzahl an Frauen in ihren Gremien einzuleiten.

Um diese Bemühungen und die Macht von Frauen in Führungspositionen zu unterstreichen, hat SSGA in New York die Statue eines jungen Mädchens aufgestellt, die die Zukunft an der Wall Street darstellen soll.

„Wir sind der Meinung, dass eine gute Unternehmensführung das Vorhandensein einer starken, effektiven und unabhängigen Führungsrolle in Geschäftsleitung und Verwaltungsrat bedeutet“, so Ron O’Hanley, Präsident und CEO von SSGA. „Ein wichtiger Beitrag zu einer wirksamen, unabhängigen Führungsrolle in den Gremien ist eine Gedanken- und Meinungsvielfalt, die nur von Führungspersönlichkeiten mit unterschiedlichen Fähigkeiten, Hintergründen und Fachwissen geleistet werden kann. Heute fordern wir die Unternehmen auf, konkrete Schritte einzuleiten, um die Geschlechtervielfalt in ihren Gremien zu verbessern. Hierfür haben wir eindeutige Richtlinien veröffentlicht, damit die Unternehmen die entsprechenden Massnahmen einleiten können.“

Heute stellt O’Hanley Einzelheiten zu den Richtlinien in seiner Ansprache beim Corporate Governance Symposium vor, das vom Weinberg Center for Corporate Governance an der Universität Delaware ausgerichtet wird. Das Thema des diesjährigen Symposiums lautet: „Governance Issues of Critical Importance to Boards and Investors in 2017“ („Wichtige Aspekte einer guten Unternehmensführung für Führungsgremien und Investoren im Jahr 2017“).

Nach Angaben einer vom amerikanischen Finanzdienstleister MSCI herausgegebenen Studie erwirtschafteten Unternehmen mit einer starken weiblichen Unternehmensführung eine Eigenkapitalrendite von 10,1 Prozent pro Jahr, gegenüber 7,4 Prozent für diejenigen Unternehmen ohne eine kritische Masse von Frauen in der obersten Führungsetage. Dies entspricht einer Steigerung des durchschnittlichen Kapitalertrags von 36,4 Prozent.2 Einem Bericht des McKinsey Global Institute von 2015 zufolge würde die Entwicklung in Richtung eines Szenarios in welchem Frauen im gleichen Umfang wie Männer die Wirtschaft lenken, zu einer Steigerung des jährlichen globalen BIPs bis zum Jahr 2025 von bis zu 28 Billionen US$ bzw. einem Plus von 26 Prozent im Vergleich zu einem wie bisher ablaufenden Szenario führen.3

Obwohl bereits einige Fortschritte bei der Integration von Frauen in Führungsgremien der Unternehmen erzielt wurden, hat eins von vier Unternehmen, die im Aktienindex Russel-3000 gelistet sind nicht einmal eine Frau in einem Führungsgremium und bei fast 60 Prozent der Russel-3000 Unternehmen sind weniger als 15 Prozent der Gremiumsmitglieder weiblich.

Heute veröffentlicht SSGA Richtlinien zur Förderung der Geschlechtervielfalt in den Führungsgremien durch aktiven Dialog und Zusammenarbeit mit den Führungskräften und den entsprechenden Gremien der Unternehmen. Unternimmt ein Unternehmen nichts zur Steigerung der Anzahl an Frauen in seinen Führungsgremien, so wird SSGA sein Stimmrecht nutzen, um eine entsprechende Veränderung herbeizuführen – dabei wird man notfalls gegen den Vorsitzenden des Nominierungs- bzw. Geschäftsleitungskomitees stimmen.

„Im Rahmen unserer Prüfung Geschlechtervielfalt in den Führungsgremien der Unternehmen haben wir drei Märkten untersucht, und zwar Australien, das Vereinigte Königreich und die USA“, so Rakhi Kumar, Head of Corporate Governance bei SSGA. „In den meisten Vorständen der Grossunternehmen in diesen Märkten gibt es zwar mindestens eine Frau in der Rolle einer Direktorin, aber die Unternehmen müssen noch für eine gerechtere Geschlechtervielfalt auf den anderen Führungsebenen sorgen. Wir glauben, dass den Vorständen eine wichtige Rolle bei der Geschlechtervielfalt zukommt und dass unsere Richtlinien ihnen dabei Hilfestellung leisten können, in diesem Sinne sofort zu handeln.“

„Ich unterstütze die Bemühungen von State Street voll und ganz“, so Chris Ailman, Chief Investment Officer, beim amerikanischen Pensionsfund für Lehrer, CalSTRS (California State Teachers’ Retirement System). „Die Unternehmen müssen jetzt handeln und die Talente und Führungsrollen von Frauen in ihren Führungsgremien, auf der zweiten und dritten Führungsebene sowie auf allen restlichen Hierarchieebenen besser nutzen. Diese Statue ist ein starkes Zeichen in Richtung der Finanzmärkte, dass die Zukunft davon abhängt, in welchem Masse in die Förderung von Frauen investiert wird. Wir alle müssen diesen wichtigen Veränderungsprozess tatkräftig unterstützen.“


 

1 Per 28. Februar

2 Quelle: Lee, Linda Eling, et al. Women on Boards: Global Trends in Gender Diversity on Corporate Boards, MSCI, November 2015. Basierend auf den Informationen vom 17. Februar 2017 definiert MSCI  Unternehmen als „ohne kritische Masse an Frauen in Spitzenpositionen“, wenn diese weniger als drei Frauen im Vorstand bzw. einen geringeren Prozentsatz an Frauen als durchschnittlich im Land des entsprechenden Unternehmens haben.

3 Woetzel, Johnathan. “The Power of Parity: How Advancing Women’s Equality can Add $12 Trillion to Global Growth.” McKinsey Global Institute, September 2015

Quelle:  AdvisorWorld.ch