Studie: Jeder vierte Pensionsexperte in der Schweiz hat sehr grosses Vertrauen in die Portfoliobewertungen der eigenen Vorsorgeeinrichtungen

Etwas mehr als ein Fünftel der Pensionsexperten stuft das Vertrauen in die Bewertung von Anlagen und Verbindlichkeiten der eigenen Vorsorgeeinrichtungen als sehr hoch ein. Dies ergab eine von State Street durchgeführte Befragung von weltweit 400 Pensionsfonds-Managern. Ein geringes Vertrauen in die Bewertung des eigenen Portfolios hat demnach jeder zwanzigste Pensionsexperte……

 

Oliver Berger, Head of Asset Owner Solutions & Strategic Market Initiatives, Sector Solutions EMEA bei State Street


Betrachtet man die untersuchten Länder, so ergeben sich Unterschiede: Mehr als ein Viertel der Pensionsexperten aus Deutschland, der Schweiz sowie den USA hat dabei ein sehr grosses Vertrauen in die Portfoliobewertungen der Vorsorgeeinrichtungen, für die sie tätig sind. In den nordischen Ländern trifft diese Einschätzung sogar auf jeden dritten Befragten zu. In Grossbritannien, den Niederlanden sowie in Italien hat jeweils rund jeder Zehnte ein sehr grosses Vertrauen in die Bewertungen der Vorsorgeeinrichtungen.

„Institutionelle Anleger werden hinsichtlich ihrer Anlagestrategien anspruchsvoller, was dazu führt, dass sie in ein breiteres Spektrum von Anlageklassen investieren. Dies kann die Einschätzung des tatsächlichen Wertes der einzelnen Anlagen erschweren“, sagte Oliver Berger, Head of Asset Owner Solutions & Strategic Market Initiatives, Sector Solutions EMEA bei State Street.

„Zudem tragen Fortschritte in der Medizin sowie Veränderungen innerhalb der Gesellschaft dazu bei, dass Pensionskassen Schwierigkeiten haben, das Ausmass ihrer Verbindlichkeiten abzuschätzen”, ergänzte Oliver Berger.

In diesem Zusammenhang gab mehr als ein Viertel der Befragten an, dass sie der Steuerung des Langlebigkeitsrisikos ‚höchste‘ Priorität einräumen, während knapp die Hälfte diesen Aspekt als ‚hohe’ Priorität ansieht.

Darüber hinaus stufen nur drei Viertel der Pensionsexperten die Herausforderung, neue Anlagestrategien anzuwenden, darunter alternative Anlageklassen, als ‚hoch‘ oder ‚sehr hoch’ ein. Weitere drei Viertel schätzen die Herausforderung einer effektiven Anpassung der Vermögenswerte an die Verbindlichkeiten als ‚hoch’ oder ‚sehr hoch‘ ein.

Quelle: AdvisorWorld.ch