SwissPartners : Genügend Gründe, um am Ball zu bleiben

 Ein beachtlicher Teil der Anleger hält sich an den Kapitalmärkten nach wie vor zurück. Dies, obwohl der MSCI Weltaktienindex erst vor einem Jahr das alte Höchst geknackt hat und obwohl noch gut positionierte und vernünftig bewertete Unternehmen zu finden sind. ….

von Peter Ahluwalia, Chief Investment Officer  und Alan Kinnaird, Head Investment Center SwissPartners


Zurzeit ist viel Entschlossenheit nötig, um weiterhin auf eine Aktienrallye zu setzen, welche gemäss den Medien schon acht Jahre dauert. Der Punkt ist, dass viele Medienberichterstatter den Tiefpunkt vom März 2009 als Beginn der Rallye hervorheben. Man sollte aber bedenken, dass der MSCI World Equity Index erst im ersten Quartal 2017 seinen bisherigen Höchststand vom 31. Dezember 2007 überschritten hat. Je nach Perspektive oder Definition des Ausgangspunktes könnte die aktuelle Hausse also weniger als ein Jahr alt sein. 

Befürchtet wird zudem, dass die Kurs-Gewinn-Verhältnisse der US-Unternehmen in den letzten Monaten in einigen Sektoren deutlich gestiegen sind. Dies wird jedoch zum Teil durch die markante Senkung der US-Unternehmenssteuern relativiert. Viele Aktionäre dürften davon via höhere Gewinne und Dividenden profitieren. Man bedenke, dass die Steuersenkung für US-Investoren ein Sahnehäubchen ist, da bereits vorher für 2017 mit einem Gewinnwachstum von rund 10% oder mehr gerechnet wurde. Trotz der zahlreichen negativen Kommentare einiger Medien zu den Bewertungen der Aktienmärkte glauben wir, dass es immer noch möglich ist, Unternehmen auf beiden Seiten des Atlantiks mit gut gefüllten Auftragsbüchern zu finden, die vernünftige Kennzahlen aufweisen. Hinzu kommen Unternehmen, welche sich in einer strategischen Reorganisation befinden sowie Unternehmen mit hohem Umsatzwachstum, stabilen Margen und steigendem freien Cashflow.

Kinnaird Alan SwissPartners

Natürlich könnten etliche Faktoren an den globalen Aktienmärkten eine Korrektur auslösen. So zum Beispiel, wenn die USA ihre Zinsen 2018 aggressiv erhöhen, insbesondere, wenn die Lohninflation anzieht. Allerdings halten wir aggressive Zinserhöhungen für unwahrscheinlich. So signalisiert der US-Bond-Futuresmarkt derzeit, dass ein Zinsanstieg von 0,25 % im März fast sicher ist. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die US-Zinsen im Jahr 2018 bei zwei bis drei Gelegenheiten steigen könnten. Wir glauben, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, um ein bescheidenes Engagement in Fonds aufzubauen, welche in Floating Rate Notes mit kürzeren Laufzeiten investieren, sowie in einigen kurz datierten inflationsgebundenen Anleihen. Darüber hinaus sind wir uns bewusst, dass Investoren so breit wie möglich diversifiziert sein müssen. Deshalb sind wir positiv gegenüber führenden Kreditspezialisten – speziell, wenn diese über eine gute risikoadjustierte Performance über 10 bis 15 Jahre verfügen.

Alan Kinnaird

 

 

Quelle: AdvisorWorld.ch