“Trumpf-Effekt” lässt nach

Der US-Dollar handelte gegenüber den meisten Währungen im Allgemeinen niedriger, da sich die Anleger allmählich fragen, ob der Rallye der Dampf ausgeht. ….


Swissquote Europe Ltd


Am meisten verlor der Greenback gegenüber dem Pfund Sterling. Das Cable stieg um 0,27% und ist auf bestem Wege, den Widerstand bei 1,27 wieder einmal zu testen. In den letzten Wochen handelte das Pfund in einem positiven Trend, da die Anleger die negativen Auswirkungen des Brexit auf die britische Wirtschaft ignoriert hatten. Zudem haben die herannahenden politischen Risiken für die Europäische Union in 2017 dem GBP Auftrieb verliehen. Der EUR/GBP ist am Mittwoch weiter gefallen und ging während der asiatischen Sitzung auf 0,8583 zurück. Die Hauptunterstützung findet sich bei 0,8333 (Tief vom 6. September), während nach oben ein Widerstand bei 0,92 liegt (mehrfache Hochs).

Gestern geriet die europäische Einheitswährung unter erneuten Verkaufsdruck, da die ZEW-Umfrage aus Deutschland durchwachsen ausgefallen war. Die deutsche Wirtschaftsstimmung verbesserte sich im November mehr als erwartet und stieg auf 13,8 ggü. erwarteten 8,1 an, der höchste Wert seit Juni. Auf der anderen Seite ist der aktuelle Zustandsindex auf 58,8 gefallen, während die Marktteilnehmer auf eine weitere Verbesserung gehofft hatten (61,6 Durchschnittsprognosen und 59,5 im Oktober). Nach der Veröffentlichung dieser Nachrichten ist der EUR/USD in der späten europäischen Sitzung um 0,80 auf 1,0720 gefallen.  Das Währungspaar erholte sich in der frühen asiatischen Sitzung leicht, bevor es auf 1,0715 zurückging.

Gestern erhielt der US-Dollar etwas Hilfe von einem überraschenderweise besser als erwartet ausgefallenen Einzelhandelsumsatzbericht. Der vorläufige Einzelhandelsumsatz ist im Oktober 0,8% im Monatsvergleich gestiegen und übertraf die Erwartungen von 0,6%. Im Vormonat lag die nach oben revidierte Zahl bei 1%. Die Kennziffer ohne Fahrzeuge und Gas stieg auf 0,6% im Monatsvergleich (im September 0,5%) und übertraf ebenfalls die Erwartungen von 0,3%. Die Hauptfrage ist nun, ob diese viel versprechenden Zahlen auch im Jahr 2017 unter einer Trump-Präsidentschaft Bestand haben können. Wir glauben, dass die Unsicherheiten durch die US-Wahl die Verbraucherausgaben wohl abkühlen werden.

An den Aktienmärkten waren die asiatischen Börsen allgemein freundlich, so legte der Nikkei 1,10% zu. Der Shanghai Composite und der Shenzhen Composite auf dem chinesischen Festland zeigten sich unverändert. In Hongkong notiert der Hang Seng um 0,09% besser, und der Taiex legte in Taiwan 0,35% zu. In Europa blinken die Aktien-Futures allgemein grün auf der Anzeigetafel. Der Footsie ist mit 0,10% im Plus, der SMI 0,65% und der Euro Stoxx 600 um 0,44%.

 

Quelle: AdvisorWorld.ch