USD allgemein niedriger, da globaler Abverkauf nachlässt

Der Abverkauf an den globalen Aktienmärkten hielt am Mittwoch an, da die Anleger damit begonnen haben, sich zu fragen, ob die aktuelle Bewertung der Aktien vor dem Hintergrund des anämischen globalen Wachstum und des gedämpften Inflationsdrucks weiter Sinn macht….


Swissquote Europe Ltd


In Asien handeln die Aktienindizes weitgehend niedriger, da die japanischen Aktien am stärksten fielen. Der Nikkei und Topix sind jeweils um 0,76 bzw. 0,65% gefallen, während der Yen gegenüber dem Greenback 0,36% einbüßte und der USD/JPY auf 103,20 kletterte. Seit gestern handelt das Paar mit soliden Aufwärtstendenz und wird wohl weiter steigen, da die Anleger Bedenken haben, dass die BoJ ihre geldpolitischen Lockerungsmaßnahmen weiter ausweiten wird. Nach oben ist ein erster Widerstand bei 104,32 (Hoch vom 2. September) zu finden, während nach unten eine Unterstützung bei 101,21 liegt (Tief vom 7. September).

Die Währungen der Schwellenmärkte hatten es gestern schwer, da die Anleger ihre risikoreichen Positionen senkten. Der brasilianische Real, kolumbianische Peso und der chilenische Peso haben gegenüber dem Greenback jeweils mehr als 1% eingebüßt. In den letzten beiden Tagen zeigte der brasilianische Real die schlechteste Performance unter den lateinamerikanischen Währungen, der 2% gegenüber dem USD abrutschte, was den USD/BRL die Schwelle von 3,30 nach oben durchbrechen ließ.  Das Paar konnte endlich seinen Abwärtskanal nach oben durchbrechen und handelt nun seitwärts zwischen 3,15 und 3,50.

Wir halten an unserer bärischen Einschätzung für den Real fest, da wir denken, dass der Markt zu optimistisch in Bezug auf das mögliche Ergebnis nach der Amtsenthebung von Rousseff war. Der Markt wird sich wieder verstärkt den Fundamentaldaten zuwenden und wird nach und nach erkennen, dass die wirtschaftlichen Aussichten auch mit einer brandneuen Regierung nicht so rosig sind.

Der EUR/USD ist in Tokio leicht gestiegen, und zwar um 0,10% auf 1,1230. Auf kurze Sicht bleiben wir neutral, zumindest vor der näher rückenden September-Sitzung des FOMC. Nachdem das Pfund am Dienstag einen Schuss vor den Bug erhalten hatte, konsolidierte es heute in Asien bei rund 1,32. Der Markt wartet noch die ersten negativen Auswirkungen des Brexit-Votums, aber es scheint, dass sich noch nichts geändert hat. Die Anleger bleiben jedoch zurückhaltend und fahren ihre GBP-Long-Positionen zurück, bis sie eine bessere Übersicht über die britischen Wirtschaftsaussichten gewinnen können.

Heute warten die Händler auf die BIP-Zahlen aus dem zweiten Quartal aus Schweden; den CPI aus Italien und Russland; den Arbeitslosigkeitsbericht aus dem Vereinigten Königreich; die Industrieproduktion aus der Eurozone; die ZEW-Umfrage aus der Schweiz; die MBA Hypothekenanträge, die Importpreise und Rohölbestände aus den USA; und schließlich wird EZB-Nowotny eine Rede in Wien halten.

Quelle: AdvisorWorld.ch