USD steigt, Aktien im Vormarsch

Der US-Dollar legte im Tageshandel weiter zu, doch das Pfund Sterling und der Euro fallen weiter. Die Einheitswährung ist gegenüber dem Greenback 0,10% gefallen und hat wieder einmal das mehrmonatige Tief bei 1,0860 getestet….


Swissquote Europe Ltd


Nach Durchbruch durch die starke Unterstützung bei 1,0950 am letzten Donnerstag nach der EZB-Sitzung bewegt sich die Einheitswährung nun in Richtung der nächsten wichtigen Unterstützung bei 1,0822 (Tief vom 10. März). Wird diese durchbrochen, ist der Weg frei für einen weiteren Rückgang in Richtung 1,07 und dann 1,05. 

Wir denken jedoch, dass das Abwärtspotential recht begrenzt ist, da die EZB stark zu zögern scheint, die Maßnahmen im Rahmen ihres quantitativen Lockerungsprogramms auszuweiten.

Das Pfund Sterling fiel am Montag weiter, da es gegenüber dem Greenback 0,20% auf 1,2211 einbrach. Insgesamt stabilisierte sich das Cable in dem Bereich von 1,2250-1,24. Das Risiko liegt weiter auf der Untersesite, da die Diskussionen um den richtigen – oder am wenigsten negativen – Ansatz für die Implementierung des Ausstiegs des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union anhalten. Nach unten sehen wir eine starke Unterstützung um 1,18 und nach oben bleiben die 1,24-1,2450 der Hauptwiderstand.

Die meisten Rohstoffwährungen handelten in Asien trotz eines Rückgangs bei den Rohölpreisen nach den Kommentaren aus dem Irak höher. Der Irak meldete, dass er nicht bereit sei, sich den OPEC-Senkungen anzuschließen. Das Brentöl ist heute Morgen 0,30% eingebrochen, während in den USA das West Texas Intermediate fast 0,50% auf 50,60 abrutschte. 
Seit Anfang Oktober haben sich die Rohölpreise stark erholt, da die Anleger darauf gesetzt hatten, dass das Ölkartell das Angebot zurückfahren könnte, um die Preise zu stützen. Selbst Saudi Arabien und der Iran schienen zu Zugeständnissen bereit zu sein, da sie Ende September im Rahmen eines Energie-Meetings in Algier einen Vorvertrag abgeschlossen hatten. Mit der Weigerung des Iraks, sich den gemeinsamen Bemühungen anzuschließen, könnte das zu einer Weigerung der anderen OPEC-Mitglieder führen.

Am Aktienmarkt folgten die asiatischen Regionalmärkte der Führung der Wall Street und weiteten die Gewinne allgemein aus. Der Nikkei ist um 0,30% gestiegen und der allgemeinere Topix um 0,17%. Der Shanghai Composite und der Shenzhen Composite sind auf dem chinesischen Festland um jeweils 1,23% und 0,95% gestiegen. Der Hang Seng ist 0,38% gestiegen und der Taiex legte 0,17% zu. In Europa lagen die Futures im grünen Bereich, was eine höhere Eröffnung vermuten lässt.

Heute warten die Händler auf die PMIs aus Frankreich, Deutschland und der Eurozone, den PMI für das verarbeitende Gewerbe und die Reden verschiedener Fed-Mitglieder (Dudley, Bullard, Evans und Powell).     

Quelle: AdvisorWorld.ch