USD weitgehend niedriger, da sich Risikostimmung verbessert

Die Reserve Bank of New Zealand hat am Donnerstag ein Update zur Wirtschaft veröffentlicht.


von Arnaud Masset- SwissQuote


Das Statement war sehr zurückhaltend und hat klar den Weg auf eine Zinssenkung im August frei gemacht. Für den neuseeländischen Dollar war das der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt, da der Kiwi in der asiatischen Sitzung weitere 1% gegenüber dem Greenback gefallen ist. Seit Mitte Juli ist der NZD/USD ganze 5% gefallen, nachdem die Chancen auf eine Zinssenkung im August gestiegen sind. Das Währungspaar testet aktuell die Schlüsselunterstützung zwischen 0,6964 und 0,70 (Tief vom 15. Juni und gleitender 50-Tagesdurchschnitt). Die Unterstützung hält sich für den Moment, da die Händler Gewinne mitnehmen und Positionen konsolidieren. Der Kiwi hat jedoch weiter solides Abwärtspotential, da das Statement nur wenig Zweifel an der nächsten Maßnahme der RBNZ ließ.

Der Yen ist gegenüber den meisten G10-Währungen weiter gefallen, 0,60% gegenüber dem GBP, 0,55% gegenüber dem Aussie und 0,50% gegenüber der Einheitswährung.
Der USD/JPY stieg weiter, da der Markt davon ausgegangen ist, dass die Bank of Japan eine weitere Lockerungsmaßnahme starten wird. Der USD/JPY hat den Widerstand bei 106,84 (Hoch vom 23. Juni) durchbrochen und bewegt sich nun in Richtung des nächsten Widerstands um 108 (psychologische Schwelle und Hoch vom 7. Juni). Auch wenn der Yen weiter in den nächsten Wochen an Boden verlieren sollte, hatten die Ankündigungen der BoJ in der Vergangenheit jedoch meist wenig Auswirkungen auf die japanische Währung; im Gegenteil legt der JPY für gewöhnlich ein paar Tage nach der Ankündigung von Lockerungsmaßnahmen zu.

 

Der EUR/USD stieg in Tokio um 0,25%, nachdem sich die Risikostimmungslage an den Finanzmärkten verbessert hatte. Über Nacht erreichte die Einheitswährung 1,1047 gegenüber dem US-Dollar. Doch mittelfristig deutet die technische Struktur weiterhin auf einen abwärts gerichteten Trend hin. Ein Bruch des Niveaus bei 1,11 sollte die EUR-Long-Positionen wieder beleben. Auf längere Sicht hängt das Währungspaar noch immer in seinem Monatsbereich zwischen 1,0913 und 1,1186 fest.

An den Aktienmärkten zeigen die regionalen asiatischen Aktienmärkte viel Grün an, nachdem die Wall Street positiv geschlossen hatte. In Japan verbesserten sich der Nikkei und Topix Index um jeweils 0,77% und 0,65%. In China waren der Shanghai und Shenzhen Composite um jeweils 0,45% und 0,29% besser. Der Hang Seng in Hong Kong legte um 0,97% zu. In Europa zeigen die Aktien-Futures ein gemischtes Bild, der Footsie ist 0,32% schwächer, während der DAX und der CAC jeweils um 0,35% und 0,06% besser notieren.

Heute warten die Händler auf die Handelsbilanz aus Spanien; die Einzelhandelsumsätze aus dem Vereinigten Königreich; die Zinsentscheidung der EZB und die Rede Draghis; den Inflationsbericht zur Monatsmitte aus Brasilien; die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, den Philly Business-Index, die Verkäufe bestehender Häuser und den Leitindex; die Zinsentscheidung aus Südafrika (keine Änderung erwartet).

Quelle: AdvisorWorld.ch