VanEck : US-Wahl und bevorstehende Zinswende sprechen für Goldhausse

Beide Wahl-Szenarien in den USA sind positiv für den Goldpreis zu werten…..

Stärkere Risiken durch Donald Trump, weiterer Stillstand durch Hillary Clinton

Zunehmende geldpolitische Divergenz dürfte Goldpreis zugutekommen

Während der Amtszeit des neuen US-Präsidenten wird es sehr wahrscheinlich zu einer langfristigen Goldhausse kommen. Und das unabhängig davon, wer am 20. Januar als 45. Präsident beziehungsweise Präsidentin der Vereinigten Staaten (USA) ins Weiße Haus einziehen wird. „Wir glauben, dass weder Hillary Clinton noch Donald Trump entscheidende Impulse für ein stärkeres Wirtschaftswachstum in den USA setzen können“, sagt Joe Foster, Portfoliomanager und Stratege für die aktiv gemanagten Gold-Fonds von VanEck. Seiner Einschätzung nach könnte der Goldpreis in den kommenden vier Jahren auf einen Kurs von über 2.000 US-Dollar pro Feinunze steigen – und damit sein Allzeithoch aus dem Jahr 2011 übertreffen.

Zwar würden die politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten unter einem USPräsidenten Trump stark zunehmen, weshalb der Goldpreis im Falle des Wahlsiegs des Republikaners stärker profitieren dürfte. „Das gilt insbesondere dann, wenn er seinem bisherigen Kurs in Sachen Handel und Immigration treu bleiben würde“, so Foster. Allerdings antizipierten viele Marktteilnehmer nicht, dass der derzeitige langfristige GoldBullenmarkt auch unter Clinton anhalten dürfte. „Clinton verkörpert den Status Quo – sie wird die Politik Obamas fortführen, die die Wirtschaft nach der Finanzkrise 2009 nicht ausreichend stimulieren konnte“, erklärt der Experte. Die Federal Reserve (FED) korrigierte ihre Prognose zum Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für 2016 von 2,0 Prozent auf 1,8 Prozent. Zum Vergleich: In den beiden Vorjahren lag das BIP-Wachstum bei 2,4 Prozent.

Für weitere Unsicherheiten dürfte die durch die FED eingeleitete Zinswende sorgen. Mit Blick auf den im Dezember anstehenden Zinsentscheid kommentiert Foster: „Sollte die FED noch in diesem Jahr einen Zinsschritt wagen, führt dies unweigerlich zu finanziellen Turbulenzen. Und langfristig würden mehrere signifikante Zinsschritte zu einer zunehmenden Divergenz zwischen den Notenbanken führen, der die Weltwirtschaft nicht standhalten könnte.“

Quelle: AdvisorWorld.ch